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„Wenn ich von meiner Schweſter rede, wünſche ich von ganzem Herzen, daß Sie ſie nie geſehen hätten, Mr. Headſtone. Indeſſen, Sie haben ſie geſehen, und dies kann daher jetzt nichts nützen. Ich ſchenkte Ihnen mein Vertrauen über ſie. Ich erklärte Ihnen ihren Charakter, und erzählte Ihnen, wie ſie der Achtbarkeit, die ich für uns zu erringen ſuchte, gewiſſe lächerliche, phantaſtiſche Ideen in den Weg legte. Sie verliebten ſich in ſie, und ich that mein Möglichſtes, Sie zu begünſtigen, und in dieſer Weiſe kamen wir mit dieſem Mr. Eugen Wray⸗ burn in Colliſion. Was haben Sie jetzt gethan? Je nun, Sie laſſen meine Schweſter von Anfang bis zu Ende gerechtfertigt und haben mich wieder im Unrecht erſcheinen laſſen! Und warum haben Sie dies gethan? Weil Sie in all' Ihren Leidenſchaften ſo ſelbſtſüchtig und auf ſich ſelbſt concen⸗ trirt ſind, Mr. Headſtone,
mir fern halten, und Troſt darin finden werden, daß Sie Alle, außer ſich ſelber, von jeglicher Schuld frei ſprechen. Ich hoffe, ehe noch viele Jahre vergehen, als Nachfolger in die Stelle des Oberlehrers meiner Schule einzutreten, und da die Oberlehrerin unverheirathet, wenngleich einige Jahre älter iſt, als ich, könnte ich ſie vielleicht gar hei⸗ rathen. Falls es Ihnen irgend welchen Troſt gewährt, zu wiſſen, welche Pläne ich ausführen werde, indem ich mir eine ſtrenge Achtbarkeit in der Geſellſchaft bewahre, ſo ſind dies die Pläne, die ich gegenwärtig gefaßt habe. Schließlich, falls Sie ſich bewußt ſind, mir ein Unrecht angethan zu haben, und den Wunſch hegen, dies in ge— ringem Maße wieder gut zu machen, ſo hoffe ich, daß Sie bedenken werden, wie achtbar Sie ſelber hätten ſein
können, und daß Sie Be⸗
trachtungen über Ihr ver⸗
daß Sie keinen einzigen rückſichtsvollen Gedanken auf mich verwendet haben.“
Die trockene Ueberzeu⸗ gung, mit der der Knabe ſeine eigene Stellung be⸗ hauptete, hätte keinem an⸗ dern Laſter in der ganzen Menſchennatur entſproſſen ſein können.
„Es iſt ein merkwür⸗ diger Umſtand in meinem Leben,“ fuhr er wirklich mit Thränen fort,„daß jede Anſtrengung, die ich mache, um vollkommene Achtbarkeit zu erringen, durch keine Schuld von meiner Seite durch Andere zu Schanden gemacht wird! Nicht zufrieden mit dem, was ich Ihnen vorgehalten habe, werden Sie meinen Namen, indem Sie den Namen meiner Schweſter der Oeffentlichkeit preisge⸗ ben— was Sie, falls mein Argwohn irgendwie begründet iſt, ſicherlich thun werden— ebenfalls vor die Oeffentlichkeit zerren, und als je ſchlechter Sie
nichtetes Daſein anſtellen mögen.“
War es ſeltſam, daß der elende Menſch ſich dies ſchwer zu Herzen nahm? Vielleicht hatte er während langer, mühſamer Jahre zuerſt den Knaben ins Herz geſchloſſen; vielleicht hatte er ſich während derſelben Jahre durch den Verkehr mit einem helleren und ſchneller faſſenden Geiſte, als der ſeinige, die eigene Plackerei erleichtert; viel⸗ leicht traf eine Familien⸗ ähnlichkeit in Geſicht und Stimme zwiſchen dem Kna⸗ ben und ſeiner Schweſter ihn tief in der Finſterniß ſeiner Geſunkenheit. Ob aus dieſem oder jenem oder all dieſen Gründen—
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ließ er das Haupt ſinken und kauerte am Boden und lag dort, die Hände feſt an die heißen Schläfen drückend, in unſäglicher Qual, und ohne die Er⸗ leichterung einer einzigen Thräne, flach auf dem
ſich erweiſen, je ſchwerer wird es für mich ſein, mich davor zu bewahren, in der Anſicht der Leute mit Ihnen in Verbindung gebracht zu werden.“
Nachdem er ſich die Augen getrocknet und im Gefühle des ihm angethanen Unrechts einmal aufgeſchluchzt hatte, begann er ſich der Thür zuzuwenden.
„Ich habe indeſſen den feſten Entſchluß gefaßt, eine achtbare Stellung in der Geſellſchaft einzunehmen, und mich nicht durch Andere herunterziehen zu laſſen. Mit meiner Schweſter ſowohl als mit Ihnen bin ich fertig. Da ihr ſo wenig an mir gelegen iſt, daß ſie ſich nichts daraus macht, ob ſie meine Achtbarkeit untergräbt, ſo mag ſie ihrer Wege gehen und ich will die meinigen gehen. Meine Ausſichten ſind ſehr gut, und ich beabſichtige denſelben allein nachzugehen. Mr. Headſtone, ich ſage nicht, was Sie auf dem Gewiſſen haben, denn ich weiß es nicht. Was immer auf demſelben laſten möge— ich hoffe, daß
Lieber Abel ſein als Kain.(Seite: 592.)
Geſichte.
Rogue Riderhood war an dieſem Tage mit dem Fluſſe beſchäftigt geweſen. Er hatte ſchon am vorigen Abend fleißig gefiſcht, aber er hatte nur noch wenig Tageslicht gehabt und deshalb ohne Erfolg gefiſcht. Er hatte an dieſem Tage abermals gefiſcht und zwar mit mehr Glück, und er trug ſeinen Fiſch in einem Bündel heim nach dem Plaſhwater⸗Weir⸗ Mill⸗Schleuſenhauſe.
Achtes Capitel. Ein wenig pfeffer.
Die Puppenſchneiderin ging, nachdem der Zufall ihr (wie ſie glaubte) Mr. Riah's ſteinernen und heuchleriſchen Charakter verrathen, nicht mehr nach dem Geſchäftslocale
als der Knabe fort war,
wirſt mi 9 laufen, und d zerfällt, und ſammelt.“ Bei ſolche pflege der zu winſeln u einzuzittern, Hauſe hinaut zittern konnt todt nüchtern Stadium ang wenigſten lebe ſcheuche beſtän Mutter um ſe die alle verſcht oder ſpäter en und wenn ma körperlichen 3 auf dem er ru ufd Blätter gi nichts als auf Miß Wre offener Thür einer lieblicher hatte angehör war und die Schmelzbarkei kleines Lied Straßenpflaſte blickte, der zu „Ich dacht die beiden St „Wirklich? daß Sie es ſ tuffen! Sie nicht. Wie g „Nun, un une geht iderte Miß Nutter, 8 geguält wird. Aldgeby für Augen v als er ſich n er als das „Aber S ds nützt dal heiten zu r die Chre?” „Der etwiderte 9 5Miß A Jaden ab
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