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Unser gemeinschaftlicher Freund : Roman in vier Büchern / von Charles Dickens (Boz). Mit 40 Ill. von Marcus Stone. Aus dem Engl. von Marie Scott
Entstehung
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Schande! Dieſe laͤcherlichen Punkte hätten durch das Geld wieder gut gemacht werden können, denn ich liebe das Geld und ich ſehne mich nach Geld ſehne mich fürchterlich danach. Ich haſſe es, arm zu ſein, und wir find entſetzlich arm, abſcheu⸗ lich arm, empörend arm. Doch hier bin ich, mit dem ganzen noch dieſe lächerliche Kleidung! Und ich will gern glau⸗ ben, daß jene frechen Geſchöpfe in den Clubs, als der Harmon⸗Mord den Unterhaltungsgegenſtand. in der ganzen Stadt bildete und die Leute ſich darüber in Muthmaßungen ergingen, ob es Selbſtmord geweſen ihre abſcheulichen Scherze darüber machten, daß der elende Menſch ein naſſes Grab einer Heirath mit mir vorge⸗ zogen. Es iſt ſehr wahrſcheinlich, daß ſie ſich eine ſolche Freiheit herausnahmen; es ſollte mich durchaus nicht überraſchen! Es iſt ein ſehr hartes Schickſal und ich bin ein ſehr unglückliches Mädchen. Eine Art von Wittwe zu ſein, ehe man überhaupt verheirathet geweſen! Und dann ſchließlich ſo arm wie je zu ſein und Trauer an⸗ legen zu müſſen für einen Mann, den ich nie geſehen und den ich ſoweit es auf ihn ankam gehaßt haben würde, falls ich ihn geſehen!

Die Klagen der jungen Dame wurden hier durch

Der Contract wird unterſchrieben.

lächerlichen Theile der Situation und dazu:

33 31 Boz, Unſer gemeinſchaftlicher Freuud. 32 õꝛzy; gegen S Du warſt unfreundlich genug gegen ihn, ſagte ein leiſes Klopfen an die halb geöffnete Thür unter⸗ V de Lavinia abermals. brochen. Es war bereits zwei⸗ oder dreimal mit dem Da Und ſagte ich etwa, ich ſei es nicht geweſen, Miß? Knöchel angeklopft worden, doch hatte es Niemand gehört. am M Ich beabſichtige durchaus keine Sentimentalität überWer iſt es? ſagte Mrs. Wilfer, in ihrer Palaments⸗ ſeis i Georg Sampſon zur Schau zu tragen. Ich ſage blos, actenmanier.Herein! Voll daß Georg Sampſon beſſer war als gar nichts. Da ein Herr eintrat, ſprang Miß Bella mit einem Du ließeſt ihn ſelbſt das nicht einmal merken, be⸗ kurzen ſcharfen Ausrufe vom Kaminteppich auf und warf maeerkte Lavinia abermals. die gebiſſenen Locken in ihren Nacken zurück. allerd Du biſt ein dummes Ding und ein kleines Affen⸗Das Hausmädchen öffnete eben die Hausthür, als V geſicht, entgegnete Bella,ſonſt würdeſt Du nicht ſo ich herankam und zeigte mir den Weg nach dieſem Zim⸗ Bell aalbern reden. Was verlangſt Du von mir? Warte, bis mer, mit der Weiſung, daß ich erwartet werde. Ich lch V Du erwachſen biſt, und ſprich nicht von Dingen, die Du V fürchte, ich hätte ſie erſuchen ſollen, mich zu melden. Kan nicht verſtehſt. Du zeigſt dadurch nur Deine Unwiſſen⸗Entſchuldigen Sie mich. ſagte Mrs. Wilfer.Durch⸗ V heit! Dann ſchluchzte ſie wieder und biß auf ihre V aus nicht. Zwei meiner Töchter. R. W., dies iſt der LCoocken, und ſchaute hin und wieder nach, wie viel ſie Herr, der Deine erſte Etage gemiethet hat. Er hat die V 1 ooon denſelben abgebiſſen.Es iſt eine Schande! Es Güte gehabt, die Beſprechung auf heute Abend anzuſetzen, bur hat noch nie ein ſo hartes Schickſal gegeben! Ich würde wo Du unbeſchäftigt ſein würdeſt. of. mmir nicht ſo viel daraus Ein Herr von dunkler Ge⸗- bal machen, wenn die Geſchichte ſichtsfarbe. Höchſtens Drei- al nicht ſo lächerlich wäre. Es ßig. Ein ausdrucksvolles, dert war ſchon lächerlich, daß ein man durfte faſt ſagen, ſchö⸗ ſem Frremder herüber kommen nes Geſicht. Sehr ſchlechte bra ſollte, um mich zu hei⸗ Manieren. Im höchſten ſch rathen, ob ich nun wollte, Grade gezwungen, zurück⸗ oder nicht. Es war lächer⸗ haltend, verwirrt und ver⸗ wuu lich genug, zu wiſſen, welch' legen. Seine Augen fielen Ve ein verlegenes Begegnen es eine Secunde lang auf Miß Dan ſein würde, und daß wir Bella und dann auf den nie eine wirkliche Neigung Boden, indem er zum Herrn ſche zu fühlen behaupten könnten. des Hauſes ſprach: er g Es war lächerlich genug, zuDa ich ſowohl mit den ben wiſſen, daß ich ihn nimmer Zimmern, als mit der Lage betr werde lieb haben können derſelben und dem Mieth⸗ beu wie hätte ich ihn lieb ha⸗ preiſe vollkommen zufrieden hier ben können, nachdem ich bin, Mr. Wilfer, ſo werden 5a ihm in einem Teſtamente wohl ein paar Zeilen und tra vermacht worden, wie ein Vorausbezahlung genügen, eine Dutzend Löffel. Ich ſage um den Handel bindend noch einmal, es iſt eine zwiſchen uns zu machen?

Ich wünſche, ohne Verzug einiges Zimmergeräth her zuſenden.

Der Cherub hatte zwei⸗ bis dreimal während dieſer kurzen Anrede bausbäckige

Hindeutungen auf einen Stuhl gemacht. Der Herr

nahm denſelben jetzt, wobei er zögernd eine Hand auf die Ecke des Tiſches legte und mit der anderen Hand zögernd den Hut vor ſeinen Mund hielt.

Der Herr, R. W., ſagte Mrs. Wilfer,wünſcht Deine Wohnung vierteljährlich zu miethen, mit viertel⸗ jährlicher Kündigung auf beiden Seiten.

Soll ich Etwas von einer Bürgſchaft erwähnen, Sir? ſagte der Wirth, in der Erwartung, daß der Herr dies als eine Sache, die ſich von ſelbſt verſtehe, auf⸗ nehmen werde.

Ich bin der Anſicht, erwiderte der Herr nach einer Pauſe,daß es keiner Bürgſchaft bedarf; die Wahrheit zu geſtehen, würde es mir unbequem ſein, eine ſolche zu verſchaffen, da ich in London fremd bin. Ich verlange. keine Bürgſchaft von Ihnen, und Sie werden deshalb vielleicht keine von mir verlangen. Dies wird billig für beide Parteien ſein. Ja, ich beweiſe das größere Ver⸗ trauen, denn ich werde im Voraus zahlen und werde mein Zimmergeräth unter Ihrer Obhut laſſen. Wo hin⸗

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