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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
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ſeiner Stimme zur Freundſchaft und Herzlichkeit zwingend.Was bewegt und beſchäftigt den großen Sachem der Narraganſetts? Seine Gedanken ſcheinen trübe, doch ſeine Augen ſcheinen mehr zu ſehen, als die meinigen, welche anfangen, matt zu werden. Sieht mein Bruder vielleicht den Geiſt des tapferen Miantonimoh, der wie ein Hund von den niederträchtigen Pequods und den zwei⸗ züngigen Thengihs erſchlagen wurde? Oder ſehnt ſich ſein Herz nach den Skalpen der verhaßten Blaßgeſichter, um ſeinen Guͤrtel damit zu ſchmücken? Die Streitaxt iſt begraben auf dem Pfade zwiſchen unſern Dörfern und deine Worte klingen in die Ohren eines Freundes. Rede!«

»Nicht ſchaue ich den Geiſt meines Vaters, denn er iſt weit von hier in den glücklichen Jagdgründen der abgeſchiedenen Krieger,« erwiederte der junge Häuptling.Meine Augen ſind ſchwach; ſie reichen nicht hinaus über ſo viele Hügel, ſo viele Bäche und Ströme. Mein Vater jagd das Muſethier in Gefilden, wo es keine Dornen gibt, und er braucht weder mein Auge, noch meine Leitung, um ſeine Fährte zu finden. Warum ſoll ich die Stelle in's Auge faſſen, wo die Pequods und Thengihs meinen Vater erſchlugen? Das Feuer, welches dieſen Hügel verſengte, hat ihn ſchwarz gefärbt. Ich ſehe nicht mehr eine blutige Spur.«

Mein Sohn iſt weiſe und erfahren, und ſeine Klugheit iſt alter als ſeine Jahre!« erwiederte der Andere.Was gerächt worden iſt, hat er vergeſſen! Aber er blickt nicht über ſechs Monate hinaus. Er ſieht es nicht, wie die Thengihs in ſein Dorf dringen, wie ſie die alten Mütter und die jungen Töchter ermorden, wie ſie hinterwärts ſeine Krieger erſchlagen, und mit ihren Gebeinen Feuer anzünden. Ich muß mir die Ohren zuſtopfen, denn die jammern⸗ den Seufzer der Gemordeten machen mein Herz weich, daß es in Feigheit ſchmilzt.

»Wompanoag, entgegnete der junge Häuptling mit einem kühnen Blicke, indem er die Hand auf ſeine Bruſt legte;die Nacht, welche den Schnee mit dem Blute meiner Krieger röthete, hat ſich auf dieſe Gefilde geſenkt. Niemand aus meinem Volke hatte die Stätte wiedergeſehen, wo ſeine Wigwams ſtanden; aber immer ſchwebt ſie vor meinen Augen und noch nie habe ich ſie vergeſſen. Seit jener Zeit hauſeten wir in den Wäldern, und trugen auf unſeren Schultern, was uns geblieben. Unſeren Kummer aber, den verſchloſſen wir tief im Herzen.«

Warum iſt die Seele meines Bruders ergriffen?« fragte

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