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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
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Stimme, indem er zugleich die Arme auf der Bruſt über einander ſchlug und ſich abwendete, als ob er entſchloſſen ſei, nicht weiter u reden.

3 Ehe der Häuptling der Wompanoags eine Antwort zu geben vermogte, legte ſein junger Gefährte einen Finger auf ſeine unbe⸗ deckte Schulter, und gab ihm durch ein Zeichen zu verſtehen, daß er ihm eine geheime Mittheilung zu machen habe. Ohne Zögern und mit einer Geberde der Ehrerbietung fügte ſich Jener dem Verlangen des jugendlichen Kriegers, obgleich man ihm deutlich anmerkte, daß ihm der Geſichtsausdruck deſſelben mißfiel und er nur ungern und mit innerlichem Widerſtreben nachgab. Aber in den Zügen des Jünglings zeigte ſich eine ſolche Feſtigkeit, daß es einer mehr als gewöhnlichen Entſchloſſenheit bedurft hätte, dem nachdrücklichen Winke ſeiner Augen den Gehorſam zu verſagen. Ehe ſich aber der Wompanvag zum Fortgehen anſchickte, ſprach er einige leiſe Worte zu dem neben ihm ſtehenden Krieger, welchen er Annawon nannte, und gab dann erſt ſeinem jungen Freunde durch eine eben ſo würdige als ausdrucksvolle Geberde zu erkennen, daß er zu folgen bereit ſei. Die übrigen Häuptlinge zogen ſich ſo ehrer⸗ bietig vor dem jungen Mann zurück, daß man aus ihren Geberden leicht abnehmen konnte, in welch' ungewöhnlich hoher Achtung er bei ihnen ſtehen müſſe, und die beiden Krieger verließen hierauf die Halle mit ſo leichten und geräuſchloſen Schritten, daß man das Auftreten ihrer Mocaſſins kaum zu vernehmen vermogte.

Der Gang der beiden Männer nach der Gegend hinter dem Hauſe war in hohem Grade bezeichnend für die Eigenthümlichkeiten der Indianer. Keiner von ihnen ſprach ein Wort; keiner gab das geringſte Zeichen von weibiſcher Neugier und Ungeduld zu erkennen; keiner verabſäumte jene kleinen, zuvorkommenden Höflichkeiten, welche das Gehen leichter und bequemer machen konnten. Auf ſolche Weiſe erreichten ſie die ſchon öfters erwähnte Anhöhe, und glaubten nun weit genug von den Uebrigen entfernt zu ſein, um ein Geſpräch zu fuͤhren, das ſie vor Jenen geheim zu halten wünſchten. In den Schatten der Bäume, und inmitten der Wohl⸗ gerüche, welche den Blumen im Garten entſtrömten, blieb der ältere Häuptling ſtehen, indem er einen raſchen und bedachtſamen, dabei aber kaum merklichen Blick umherwarf, welcher ihn auf das Ge⸗ naueſte von den Eigenthümlichkeiten ſeiner Lage unterrichtete. Hier⸗ auf begann er die Unterredung, natürlich in indianiſcher Sprache. Was wünſcht mein Bruder?« fragte er, die tiefen Kehllaute

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