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ſeine kühne, kräftige Geſtalt ruhte auf dem einen Fuße, welcher wie in den Boden eingewurzelt ſchien, während der andere nach vorn hin ausgeſtreckt war, um den Körper nach den Bewegungen des Feindes mit Leichtigkeit drehen zu können; ſeine Arme waren nach hinten gebogen, und ſeine Hände umklammerten den Lauf ſeiner Muskete, um mit dem Kolben derſelben Alles niederſchmet⸗ tern zu können, was ſich in den Bereich derſelben wagen würde. Seine Stirne glühte, ſeine Lippen waren feſt zuſammengepreßt, die Adern am Halſe und an den Schläfen bis zum Zerſpringen angeſchwollen. Seine Augen flammten in düſterem Feuer, und im Blick ſprach ſich nicht allein die unerſchütterlichſte Entſchloſſen⸗ heit, ſondern auch Ueberraſchung und Erſtaunen aus.
Der junge indianiſche Krieger ihm gegenüber war, der Ge⸗ wohnheit ſeiner Vorfahren getreu, halb nackt in das Feld gezogen. Seine Stellung ähnelte der des Panthers, welcher zum Sprunge bereit iſt. Mit der einen Hand hielt er den Stiel ſeiner Streitaxt gepackt, welche an ſeiner Hüfte ſchimmerte, und mit der andern umklammerte er den Griff eines Meſſers, das bis jetzt noch in ſeinem Gürtel ſteckte. Sein Geſicht wies einen ernſten, düſtern und etwas grauſamen Ausdruck, obgleich derſelbe ein wenig von jener unbeweglichen, würdevollen Ruhe gemildert war, welche ſo oft den indianiſchen Häuptlingen eigenthümlich iſt. Sein Auge blickte ſtarr und wie verſteinert, aber es malte ſich in ihm ebenſo, wie in den Blicken des jungen Marcus, ein hoher Grad des Erſtaunens und der Ueberraſchung. 6
Während der kurzen Pauſe, welche nach den erſten Bewegun⸗ gen der beiden jugendlichen Krieger eintrat, ſprach Keiner ein Wort, rührte Keiner ein Glied, ſchien ſogar Keiner zu athmen. Beide ſtanden bereit, einen tödtlichen Streich zu führen, und man konnte aus der feſten, entſchloſſenen Haltung des jungen Heatheote, noch auch aus dem Ausdrucke der kühnen Stirne und des flammenden, ſtarrenden Auges des indianiſchen Häuptlings die Abſicht leſen, daß die Kampfluſt der beiden jugendlichen Helden gemindert worden ſei. Aber eimzunbeſtimmtes Gefühl, welches ſich der Herzen Bei⸗ der bemächtigt zu haben ſchien, hielt den Ausbruch des Kampfes zurück und ſchien für einen Augenblick ihre Willenskraft gelähmt zu haben.
Ein gellender Todesſchrei, über die Lippen eines Wilden glei⸗ tend, den Warley's Arm zu den Füßen des jungen Häuptlings niedergeſtreckt hatte, und ein kurzer Ruf des Letztern zur Ermu⸗


