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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
Entstehung
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und der ungeſchwächten Muskelkraft ſeines jugendlichen Alters ver⸗ dankte. Mit unerhörter Anſtrengung wurde ſo der erſte Angriff der Wilden zurückgeſchlagen, und einen Augenblick ſchimmerte die Hoffnung, daß man ungeſtört den Rückzug nach dem Hauſe werde antreten können. Auf Warley's Zuruf ſchlugen ſchon die vereinig⸗ ten drei Männer, getrennt von den Uebrigen, die Richtung nach demſelben ein; aber die kaum entſtandene Hoffnung verſchwand eben ſo ſchnell, wie ein zuckender Blitz, welcher die finſtere Nacht nur erbellt, um eine noch dichtere Finſterniß zurückzulaſſen. Eben, als Warley und ſeine Freunde das erſehnte Ziel vor Augen zu ſehen glaubten, ſtürzte ein indianiſcher Häuptling aus dem dichten Haufen der Wilden hervor, und ſchauete ſich, mit hoch erhobener Streitaxt, auf allen Seiten nach einem Schlachtopfer um. Eine ganze Schaar blutdürſtiger Feinde ſtürmte ihm auf dem Fuße nach, und nun endlich ſchien der letzte furchtbare Augenblick des unrett⸗ haren Unterganges unſerer Freunde nicht mehr verzögert werden zu önnen.

Als die Indianer ſo die gewaltigſten und ausgezeichnetſten ihrer Feinde dem Verderben geweihet und ſie Alle ſchon als ihre Opfer ſahen, da öffneten ſich ihre Lippen zu einem gellenden und furchtbaren Triumphgeſchrei. Ihr Anführer aber, dem Anſcheine nach über die niederen Ausdrücke der Freude ſeiner Krieger erha⸗ ben, nahete ſich ſchweigend den Anſiedlern, während die Uebrigen raſch einen Kreis ſchloſſen, um die dem Tode geweiheten, von ihren Freunden getrennten Unglücklichen von allen Seiten zu umzingeln. Der Zufall führte ihn dem jungen Marcus Heathcote gegenüber. Beide Krieger befanden ſich in der vollen Friſche, Kraft und Ge⸗ wandtheit des jugendlichen Alters und ſchienen an Wuchs und Jahren einander beinahe gleich. Ein verzweifelter Zweikampf zwiſchen ihnen ſtand bevor; denn die Indianer, in der Ueberzeu⸗ gung, daß ihr tapferer Anführer keines Beiſtandes bedürfen würde, beſchäftigte ſich nur mit Warley und Content. Dennoch ſchien es einen Augenblick, als ob keiner von den beiden jugendlichen Kämpfern der angreifende Theil ſein wolle, obgleich auch keiner von ihnen den Angriff des Gegners zu ſcheuen ſchien.

Marcus hatte, wie die meiſten Anſiedler, vor dem Beginne des Kampfes alle überflüſſigen Kleidungsſtücke auf die Seite ge⸗ worfen. Der obere Theil ſeines Leibes war nur von einem Hemde bedeckt, und auch dieſes war bereits im Kampfe hioeind da zer⸗ ſetzt worden. Seine gewölbte ſtarke Bruſt war zum Deit ſichtbar;z

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