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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
Entstehung
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Eindruck auf den gefangenen Knaben und verfehlten alſo ihren Zweck ganz und gar.

»Und doch wollte ich darauf ſchwören, daß der Burſche ein elender Narraganſett iſt,« ſagte der Gränzmann zornig, indem er einen unfreundlichen Blick auf den Jüngling warf, der ſeinen An⸗ ſprüchen auf die Kenntniß der Indianerſprache einen ſo merklichen Stoß verſetzt hatte.Der Kranz von Seemuſcheln um ſeinen Moc⸗ caſſin verräth mir Alles, und dies Kennzeichen iſt ſo ſicher, wie es Sterne am Himmel gibt. Ueberdieß ſieht er aber auch einem Häuptlinge ähnlich, der zu jener Zeit auf den Wunſch von uns Chriſten von den verbündeten Pequods erſchlagen ward.«

»Und wie hieß dieſer Häuptling?« fragte der Kapitän.

Ei nun, er führte mancherlei Namen, entgegnete Dudley. »Einige nannten ihn denſpringenden Panther,« weil er ſo erſtaunt gut ſpringen konnte; Andere hießen ihn diePfefferhaut,« weil ſie behaupteten, daß weder Kugel noch Schwert in ſeinen Körper zu dringen vermöge, was, wie ſich ſpäter auswieß, eine pure Lüge war; und die Indianer ſelber nannten ihn Miantonimohl«

Sobald Dudley dieſen Namen ausſprach, richteten alle Anwe⸗ ſenden ihre Augen auf den gefangenen Knaben, auf welchen die Benennung des indianiſchen Häuptlings einen auffallenden Eindruck hervorbrachte. Seine bisher ſo ruhigen Augen glänzten in blen⸗ dender Glut, ſeine Naſenlöcher erweiterten ſich, er preßte die Lippen feſt zuſammen, aber nur, um ſie ſogleich wieder zu öffnen. Ein tiefer, weicher, aber klagender Ton entglitt ihnen, und trauernd wiederholte der Knabe den Namen:Miantonimohl«

Deutlich ſprach er das Wort aus, obgleich mit dem tiefen Kehltone, welcher den Indianern eigen iſt.

Das Kind trauert um ſeinen Vater, ſagte Ruth mitleidig, obgleich ſie im erſten Schrecken über die ſichtbare Aufregung des Knabens angſtvoll ihre Tochter an die Bruſt gedrückt hatte.Ge⸗ wiß hat die Hand, welche jenen Krieger erſchlug, keine gute und löbliche That gethan.

»Sei dem, wie ihm wolle,« nahm Kapitän Heatheote das Wort;der Knabe ſoll unter den Meinigen wohnen, und wir Alle wollen für ihn unſere Gebete zu Gott erheben, damit alles Böſe in ſeinem Innern erſtickt werde und das Gute um deſto üppiger wachſen könne. Wir wollen ihn ernähren und pflegen ſowohl mit göttlichen Dingen, wie mit Dingen von dieſer Welt; denn wir

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