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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
Entstehung
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die nothwendigen Maßregeln treffen wolle, die Wohnung für den ſchlimmſten Fall in Vertheidigungsſtand zu ſetzen. Ohne unnöthige Lärmzeichen zu geben, ließ er noch einige Arbeiter ſich bewaffnen und an die Palliſaden beſcheiden, und unterſuchte hierauf genau alle die verſchiedenen Zugänge des Platzes. Die Waffen wurden nachgeſehen, und an geeigneten Orten Schildwachen ausgeſtellt, die, ſelbſt ungeſehen im tiefen Schatten der Gebäude, dennoch mit leichter Mühe die ganzen umliegenden Felder überſchauen konnten.

Hierauf befahl Content durch ein Zeichen ſeinem Gefangenen, ihm in das Blockhaus zu folgen, hieß ihn auf einer Leiter in das obere Stockwerk hinaufſteigen, nahm hierauf die Leiter weg, ver⸗ ſchloß die Thüre zu dem Eingange des feſten Gebäudes, und konnte ſich nunmehr verſichert halten, daß dem Indianerknaben jeder Weg zur Flucht abgeſchnitten ſei.

Unter all' dieſen Geſchäften verging die Zeit raſch, und der Tag dämmerte beinahe, ehe Content ſein Lager aufſuchen konnte. Aber ſelbſt jetzt hielten ihn Beſorgniß und Unruhe noch längere Zeit wach, und die Sonne vergoldete ſchon den öſtlichen Himmel, ehe er in einen tiefen, durch keine Störung mehr unterbrochenen Schlaf verſank. X

Drittes Kapitel.

Am folgenden Morgen, nachdem der alte Kapitän Heatheote inmitten ſeiner ſämmtlichen Hausgenoſſen das gewöhnliche Morgen⸗ gebet verrichtet hatte, erzählte Content die Begebenheiten der ver⸗ gangenen Nacht, welche einen nicht geringen Eindruck auf alle Zuhörer hervorbrachten. Der alte Kapitän ſchüttelte ſein graues Haupt, und ſeine ohunehin ernſte und ſtrenge Miene wurde noch ernſter und gedankenvoller. Die ſtarken Männer umher ſahen be⸗ troffen, aber auch entſchloſſen aus; das weibliche Geſinde ward blaß, ſchauderte zuſammen und ziſchelte leiſe unter einander, wäh⸗ rend die kleine Ruth, Contents Tochter, und ein anderes Kind von etwa demſelben Alter, Namens Martha, ſich dicht und angſtlich an die Seite der Mutter drängten, welch' letztere eine Feſtigkeit und Entſchloſſenheit heuchelte, die ſie, um die Wahrheit zu ſagen, keineswegs fühlte.

Kapitäu Heatheote, nachdem er eine kurze Weile ſich ſeinen Gedanken hingegeben hatte, erhob endlich ſeine Stimme zu einen⸗