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Narramatta und Conanchet : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach dem Engl. des J. F. Cooper von Franz Hoffmann
Entstehung
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neuen Gebete, in welchem er Gott anflehte, ihm und den Seinigen Schutz in der Gefahr zu ertheilen, welche ſie Alle bedrohete, und ihnen den Sieg über jene grauſamen Feinde zu verleihen, von de⸗ ren Erbarmungsloſigkeit faſt alle Anſiedler des Weſtens ſchreckliche

Beeiſpiele erzählen konnten. Darauf wendete er ſich zu Content,

legte ihm mehrere Fragen vor, um ſich über die Umſtände, welche die Gefangennahme des jungen Indianers begleitet hatten, völlige Klarheit zu verſchaffen, und lobte alsdann die Klugheit ſeines Soh⸗ nes, deſſen Benehmen er in jeder Beziehung billigte.

Du haſt gut und mit Weisheit gehandelt, mein Sohn, ſagte er ernſt;aber noch bleibt deiner Tapferkeit und Weisheit Manches zu thun übrig. Ich habe erfahren, daß die Heiden unweit der Pflanzungen von Providence unruhig werden, und wir dürfen uns keineswegs für ſicher halten, weil ſich eine waldige Strecke von ei⸗ nigen Tagreiſen zwiſchen jenen Dörfern und unſerer Lichtung erſtreckt. Führe den Gefangenen her! Ich will ihn fragen, welche Urſache wir ſeinem Beſuche zuzuſchreiben haben..

Conkent vernahm kaum dieſen Befehl ſeines Vaters, ſo eilte er daoon, um ihm Folge zu leiſten. Er ſelbſt war geſpannt auf die Nachrichten, welche der Jüngling ertheilen würde, und hatte

om in der vergangenen Nacht nur deßhalb keine Fragen vorgelegt, w

8 einige Oeffnungen, aus welchen auf angreifende Feinde, die ſich

eil jene gefahrdrohenden Augenblicke ihn zu der wachſamſten Thä⸗ tigkeit anſpornten.

Content nahm den Schlüſſel zu der Thüre des Blockhauſes, öffnete ſie, legte die Leiter an, und ſtieg in das Gemach hinauf, woſelbſt er den jungen Indianer untergebracht hatte. Es war das unterſte von drei Zimmern, welche in dem Gebäude über einander lagen, und beſtand in einem ſechseckigen, unerleuchteten Raume, der außer der Thüre keine weitere Oeffnung hatte und mit verſchie⸗ denen Gegenſtänden angefüllt war, welche bei einem unverhofften Angriffe nöthig ſein mogten. Doch ſtanden außerdem noch man⸗ cherlei häusliche Geräthſchaften darin umher, denen man in dem Hauſe vielleicht keinen paſſenderen Platz anweiſen konnte. In der Mitte des Zimmers befand ſich ein ummauerter Brunnen, deſſen Einrichtung ſo getroffen war, daß man das Waſſer aus ihm bis in die oberen Stockwerke hinaufziehen konnte. Die Eingangsthüre beſtand aus ſchwerem, behauenem Zimmerholze, und die viereckigen Holzblöcke der oberen Stockwerke ragten ein wenig über das manns⸗ hohe ſteinerne Fundament hinaus. Die zweite Balkenreihe enthielt