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„He, Whittal Ring, ſchwachſinniger Junge,“« rief Kapitän Heatheote dem Knaben mit ſtrenger Stimme zu,„warum jagſt du das Vieh auf ſo tolle Weiſe hin und her? Ich habe noch nie ge⸗ hört, daß ein gehetztes und ſcheu gemachtes Füllen ein ſo ſanftes und nutzbares Thier geworden wäre, wie ein Solches, das man mit Güte und Sanftmuth Khandelt hatte.“
„Der Gottſeibeiuns muß in die Thiere gefahren ſein,“ erwie⸗ derte der Junge mit mürriſchem Weſen.„Ich habe ihnen zornig und freundlich zugerufen, aber weder gute noch böſe Worte mach⸗ ten ſie willig und folgſam. Es muß irgend etwas Schreckhaftes in den Wäldern ſtecken, da ſie heute ſo ungeberdig ſind!«
Kapitän Heathcote antwortete nicht, ſondern wendete ſich ernſt und gebieteriſch zu Marcus, ſeinem Enkel, indem er fragte:„Deine Schafe ſind doch wohl gezählt, Knabe? He? Deine Mutter kann die Wolle nicht eines einzigen Thieres entbehren, wenn ſie uns für den kalten Winter mit warmen Kleidern verſorgen ſoll.“«
Der Knabe ſah verlegen und zugleich verdrießlich aus.„Es fehlt mir ein Hammel, Großvater,“ ſagte er.„Ich habe ihn über eine Stunde lang in den Hecken und Gebüſchen geſucht, konnte aber keine Klaue von ihm entdecken.“«
„So haſt du alſo ein Schaf verloren, Marcus? Das wird deiner Mutter ſehr ſchmerzlich ſein, wenn ſie es vernimmt.“
„Wirklich, Großvatsr, ich bin unſchuldig an dem Verluſte,« erwiederte Marcus.„Wenn ich nicht wüßte, daß weder ein Wolf, noch ein Bär, noch ein Panther im Walde ſteckt, ſo würde ich glauben, ein wildes Thier habe den Hammel zerriſſen; ſo aber hat ſeit der letzten Jagd Niemand ſolche Beſtie geſehen, und faſt muß ich glauben, daß Gradhorn in einer Felſenſpalte verunglückt iſt.«
„Wenn man den Hammel nicht geſtohlen hat,“ ſetzte der alte Heathcote nachdenklich hinzu, indem er einen mißtrauiſchen Blick auf die Felder und Wälder warf.„Aber geh' nur, Marcus! Bringe deine Heerde in die Pferche, und du, ſchwachſinniger Whit⸗ tal, ſchaffe die Pferde nach Haus, aber mit weniger Geräuſch und Lärmen, als du ſonſt zu thun pflegſt.«
Die beiden Knaben trieben die ihnen anvertrauten Thiere vor⸗ wärts, und gedankenvoll ſchaute der Kapitan ihnen nach.„Es wäre nichts Unmögliches, daß ſich Indianer in unſern Waͤldern verloren und den Hammel geſtohlen hätten,“ murmelte er vor ſich bin, indem er nicht ohne Beſorgniß den Kopf ſchüttelte, und ſeine frengen Züge noch ernſter wurden, als gewöhnlich. Gleich darauf
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