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mer herumwalzen; aber das Muͤdchen widerſtand dieſer freundſchaft⸗ lich en Zudringlichkeit..
Der Anblick des ſchwarzen Kaminfegeranzugs, den er ſelber ſeit ſeiner Kindheik getragen und unter dem er ſo viel Friede und Freude genoſſen hatte, machte auf Vater Smet einen unbeſchreiblichen Ein⸗ druck. Die Thraͤnen kamen ihm in die Augen und er ſchwelgte in ſeligen Erinnerungen.
—„Brav, Pauw, ſo iſt's recht, Junge,“ rief er.„Nichts geht uͤber das Kaminfegerhandwerk! Waͤre es mir nicht um deine Mutter, gleich zur Stunde zoͤge ich meine ſchwarzen Kleider wieder an. Ja, Pauw, nur immer luſtig: ſo muß es ſein!“
Die Mutter gebot Stillſchweigen, als wollte ſie etwas Wich⸗ tiges mittheilen.
Sie wandte ſich zum Schuhmacher und ihm lächelnd die Hand reichend, fragte ſie ihn:
—„Baes Dries, ich hatte geſtern gar vielen Verdruß gehabt und bin etwas barſch und biſſig gegen euch geweſen. Wollt ihr's mir verzeihen? Wollen wir wieder Freunde zuſammen ſein, wie vormals?“
Der Schuhmacher druͤckte ihr mit herzlicher Waͤrme die Hand und erwiederte mit feuchtem Auge:
—„Alles iſt vergeben und vergeſſen. Wir hinken ja beide an demſelben Fuß: bald geſprengt, bald aber auch wieder verſoͤhnt. Immerhin ſind wir nicht dazu geſchaffen, um einander gram zu bleiben; ſind wir nicht Spielgenoſſen und Nachbarn von fruͤheſter Kindheit an?“
Frau Smet wandte ſich dann zu Pauw und, nach dem Tiſche deutend, ſprach ſie:
—„Pauw, das Geld da hatte dein Vater auf die Seite gelegt,
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