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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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viel zu gemein geworden, um in ihrer Familie zugelaſſen zu werden. 4

Pauw hatte manche Thraͤne vergoſſen und ſich fruͤh nach ſelner Kammer begeben, um in der Einſamkeit uͤber ſein ungluͤckſiches Schickſal zu trauern.

Endlich ſchlich ſich auch der Schornſteinfeger nach der ſeinigen, indem er mit verbiſſenem Aerger vor ſich hin murmelte:

Die Peſt iſt noch immer in meinem Hauſe, das ſehe ich wohl! Ich wollte, das Geld ſaͤnke durch den Erdboden in die tiefſte Hoͤlle zu allen Teufeln, woher es gekommen iſt!

VIII.

Des andern Tages, als die erſten Sonnenſtrahlen uͤber die Stadt hereinbrachen, wollte der Schuhmacher ſich mit ſeiner Tochter nach der Kirche begeben; aber kaum waren ſie einige Schritte von ihrem Hauſe weg, blieb das Maͤdchen verwundert vor des Kamin⸗ fegers Haus ſtehn und ſagte:

Sieh doch, Vater, die Thuͤre ſteht offen bei Smets, und doch ſind die Fenſterlaͤden noch geſchloſſen!

Was mag das bedeuten! antwortete der Schuhmacher. Das Schloß an der Thuͤre iſt erbrochen; gewiß ſind hier dieſe Nacht Diebe geweſen. Komm, Kaͤthchen, wir wollen klopfen.

Mit dieſen Worten fing er an, ziemlich ſtark mit dem Fuße an die Thuͤre zu pochen.

Nicht ſo ſtark, Vater, ſagte das Maͤdchen,Frau Smet

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