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—„Wollt ihr alſo wirklich einige rauhe Worte und ſaure Ge⸗ ſichter durch die Finger ſehen?“
—„Ich will thun, als ob ich blind waͤre.“
—„So laß ich mir's gefallen; das heißt weiſe geſprochen. Die Hand darauf, Dries; ein Mann, ein Wort!“
Dann kehrte ſich Smet zu Pauw und Kaͤthchen, welche Hand in Hand am Fenſter ſtanden und wohl Alles gehoͤrt hatten, denn ihr Geſicht ſtrahlte vor Seelenfreude, trotz einiger Thraͤnen, die hie und da von ihren Wangen herabrollten.
—„Komm, Kaͤthchen,“ rief Meiſter Smet,„flieg mir an den Hals. Noch ſieben Wochen, und ich bin dein Vater!“
Das Maͤdchen gehorchte. Pauw ſeinerſeits umarmte den Schuh⸗ macher und alle vier ſchwelgten im Genuſſe uͤberſchwaͤnglicher Freund⸗ ſchaft.
—„He, he, was geſchieht hier in meinem Hauſe?“ ertoͤnte es ploͤtzlich durch das Zimmer.
Unangenehm von dieſer kreiſchenden Stimme uͤberraſcht, mach⸗ ten ſich die Umſchlungenen ſchnell von einander los und blickten nach der Thuͤr, wo fie alsbald Baeſin Smet, den Kopf trotzig in die Hoͤhe gerichtet und Verachtung im Geſichte, gewahr wurden.
—„Nun, das wird von Tag zu Tag ſchoͤner!“ rief ſie.„Kaum habe ich den Ruͤcken gekehrt, ſo ſitzt mein Haus voller Schuhflicker.“
Nachbar Dries wurde bleich vor Zorn.
—„Ja, ja, aͤrgert euch ſo viel ihr wollt,“ fuhr ſie ſpottend weiter;„ich kuͤmmere mich keinen Pfifferling darum. Hier bin ich Meiſter.“
—„Aber, Baeſin Smet...“ ſtammelte der Schuhmacher.
—„Baeſin, Baeſin? Ich bin keine Baeſin,“ bruͤllte ſie ihm ent⸗ gegen;„per Madame ſollt ihr mich anreden.“
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