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—„O freilich; wir hatten ja das Geld ganz einfach in unſerem Hauſe gefunden; es war meiner Frau vaͤterliches Erbe.“
—„Gott ſei geprieſen, Jan. Ich habe um euch gezittert, als waͤret ihr mein eigner Bruder.“
—„Nun, Dries, ſind wir denn nicht zwei treue Freunde, und Freundſchaft giebt Bruͤderſchaft. Aber hoͤrt, wir muͤſſen jetzt vor Allem darauf denken, unſere Kinder zu trauen.“
—„Aber ihr ſeid reich, und eure Frau?...“ bemerkte zu⸗ ruͤckhaltend der Schuhmacher.
—„Was reich?“ erwiederte froͤhlich Baes Smet.„Ich bin Hans⸗Spaß, euer alter Freund. Dieſe Leier von Mynheer und Mevrouw iſt ausgeſungen. Nun ich nicht mehr eine Hand umdrehe fuͤr des Lumpengeld, will ich zeigen, daß ich der Herr im Hauſe bin.“
—„Je nun, mehr verlange ich nicht, als mein Kind gluͤcklich zu wiſſen,“ antwortete ſein Freund.„An Geld iſt mir auch nicht ge⸗ legen; aber es ſind jetzt ſchon ſo viele Jahre her, daß ſie ſich ehrbar und tugendſam lieben; mein armes Kaͤthchen, ich glaube wahrlich, daß es um ſie gethan waͤre, wenn...“
—„SHaltet ein mit euren duͤſteren Ideen!“ fiel ihm der Schorn⸗ ſteinfeger in die Rede.„Ans Werk laßt uns vielmehr ſchreiten; die Papiere in Ordnung gebracht, die Verleſung in der Kirche beſorgt — und nach ſieben Wochen die Hochzeit! Und was dieſe betrifft, ſo ſollen die Leute ſie nicht bald aus dem Gedaͤchtniſſe verlieren, Dries! Da ſoll wenigſtens das Geld zu etwas dienen! Alle Nach⸗ barn werden dazu eingeladen;— und wir fahren fuͤnf oder ſechs Kutſchen hoch nach Dikke⸗Mé oder nach Jan⸗Stek.*) Muſik wird
*) Zwei von der Buͤrgerſchaft Antwerpens an Sonntagen viel be⸗ ſuchte Vergnuͤgungsorte.


