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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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griff eine Handvoll Stuͤcke daraus, und lief ſofort, nachdem ſie den Kaſten geſchloſſen, auf die Straße, wo ſie mit triumphirendem Hoch⸗ muth durch die verſammelte Menge ſchritt, die ihr gaffend nach ſah, bis ſie aus der Gaſſe verſchwunden war.

Faſt außer ſich vor Freude ſprang Pauw hinuͤber zu Kaͤthchen; aber er begegnete dem Schuhmacher und ſeiner Tochter ſchon auf der Straße, gab ihnen die Hand und rief:

Komm, komm! Liebes Kaͤthchen, es war alles nur Schein; Baes Dries, kommt mit: meinen Vater wird's freuen, wenn ihr ihm Gluͤck wuͤnſchet...

Die harrende Menge kannte bereits den Ausgang der Haus⸗ ſuchung.

Pauw, Pauw; proſiciat, Herr Pauw! riefen die jungen Maͤdchen unter froͤhlichem Haͤndegeklatſch und mit aufrichtiger Theil⸗ nahme.

Sagt doch lieber Pauwken⸗Frohmuth, wie vormals! bat der Juͤngling, indem er mit dem Schuhmacher und deſſen Tochter nach ſeinem Hauſe zuſchritt.

Es lebe Pauwken⸗Frohmuth! ſchallte es durch die Straße.

Kaum war Meiſter Smet den Schuhmacher anſichtig geworden, ſchoſſen ihm die Thraͤnen aus den Augen, er ſprang ſeinem alten Freund um den Hals und ſagte mit geruͤhrter Stimme:

Seht, Dries, ich feiere heute den gluͤcklichſten Tag meines Lebens; kaum weiß ich mich auf den Beinen zu halten vor Freude. Denn was ich um das vermaledeite Geld habe ausſtehen muͤſſen, das vermag keine Feder zu beſchreiben!

Nun, es iſt doch Alles wohl voruͤber? fragte der Schuh⸗ macher.

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