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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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franzoͤſiſche Thaler und ſogar brabantiſche Schillinge, und dergleichen Geldſorten ſind beim Wechsler nicht geſtohlen worden. Daraus folgt, daß wir hier nichts mehr zu verrichten haben.

Die Uebrigen nickten beifaͤllig zu, der Richter wandte ſich zu

Meiſter Smet und ſprach:

Meiſter Smet, ihr habt euch ohne Grund viel Angſt und Kummer bereitet. Das Geld war wirklich euer rechtmaͤßiges Be⸗ ſitzthum.

Oh, nehmen Sie es nur mit ſich fort! bat Meiſter Smet.

Wie ſeid ihr doch ſo einfaͤltig, laͤchelte der Richter;wir haben kein Recht dazu: denn hoͤrt, was im ſtebenhundert und ſech⸗ zehnten Artikel des buͤrgerlichen Geſetzbuches geſchrieben ſteht:Das Eigenthum eines Schatzes gehoͤrt demjenigen zu, der ihn auf ſeinem eigenen Erbe gefunden hat; iſt der Schatz auf fremdem Erbe gefun⸗ den, ſo gehoͤrt die eine Haͤlfte dem Finder, die andre demjenigen, auf deſſen Erbe er gefunden worden. Dies Haus iſt euer; folglich ge⸗ hoͤrt der ganze Schatz euch zu eigen.

So bleibt die Plage alſo doch in meinem Hauſe? bemerkte verdrüßlich der Schornſteinfeger.

Zur Baeſin Smet, die mit freudiger Haſt herzulief, ſagte der Nichtere

Frau, dieſes Geld iſt das Erbe eures Vaters; das Buch hier dürft ihr als ſein Teſtament anſehen. Lebt nun wohl und ſuchet beide einen guten Gebrauch davon zu machen.

Nachdem die Diener des Geſetzes den Soͤller verlaſſen, ſcharrte die Frau eiligſt das Geld in ihren Schurz und lief damit hinunter, indem ſte im Gehen ihrem Manne noch zuſchnaubte:

Laffe, Schafskopf, ich werde dich ſchon kriegen. Als die Frau hinunter kam, warf ſie das Geld in den Kaſten,