110
entdecken, das doch irgendwo ſich befinden mußte, ſtellte der Richter die Hausſuchung ein und ſtieg die Treppe hinunter.
Abermals wurden die beiden Gatten in die Hinterſtube ge⸗ bracht und dort legten auf ein gegebenes Zeichen die Gensdar⸗ men ihre Stricke zurecht.
Sobald Meiſter Smet dieß bemerkte, ſchrie er laut auf und fiel halb ohnmaͤchtig auf einen Stuhl.
Die Frau dagegen ſah dieſe Zurichtungen mit veraͤchtlichem Laͤcheln, als ſchiene ſie darin nur eine verſtellte Drohung zu erblicken.
—„Zum letztenmal!“ ſagte nun der Richter mit gehobe⸗ nem Ton:
—„Ihr ſeht hier die Stricke, womit man euch die Haͤnde auf den Ruͤcken binden wird, denn macht euch gefaßt darauf, wie Verbrecher werdet ihr zwiſchen Gensdarmen durch die Stadt ins Gefaͤngniß gefuͤhrt werden. Zum letztenmale alſo bitte ich euch, zu eurem eigenen Beſten bekennt die Wahrheit. Wie kamt ihr zu dem Gold?“
Der Schornſteinfeger war nur noch halb am Leben; der kalte Schweiß floß ihm die bleiche Stirn herunter und als haͤtte ihm der Schrecken die Sprache geraubt, er ſtarrte bewußtlos zur Erde nieder.
—„Nun, wird's bald? woher kommt das Geld?“ wiederholte der Richter mit drohender Stimme.
In dieſem Augenblick ertoͤnte ein gellender Nothſchrei aus dem Vorderzimmer herüber und ehe der Richter ſeine Frage endigen konnte, ſprang ein Juͤngling heulend ins Zimmer herein. Nach einem einzigen Blick, den er ſchnell wie der Blitz auf die verſammelten Leute geworfen und als ob er die letzten Worte des Richters gehoͤrt haͤtte,
*8
iul er vo fel
Arme zu
tommt? ben? Gel Das den Hadl Schornſte ternder 5 weiflung Abe Augen, hafter J
ſprach: ehrlicher Und ſchloſſene ſollen S nen iſt. Fre Geſicht:


