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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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Wir wiſſen Alles. Eure Frau iſt beſſer berathen als ihr. Sie ver⸗ ſichert viele Tauſende erhalten zu haben.

Dem Schornſteinfeger ſchwindelte es aufs Neue im Kopfe.

Es iſt moͤglich, ſtotterte er;denn ich weiß ſelbſt nicht recht was ich ſage. Ja, ja, in der That, es waren wohl einige Tau⸗ ſende...

Der Richter hielt eine Weile inne, dann ſagte er mit etwas ſanfterem Tone:

Ihr ſeid nicht aufrichtig, Smet, und widerſprecht euch bei jedem Wort. Ich will euch daher offen darlegen, weſſen man euch beſchuldigt; vielleicht moͤgt ihr dann begreifen, daß ihr bei der Ver⸗ heimlichung der Wahrheit Nichts zu gewinnen habt. Es iſt vor etwa zehn Tagen, an einem Freitag Nachts im Hauſe eines Wechs⸗ lers dahier eine betraͤchtliche Summe an Gold und Silber geſtohlen worden. Der Verdacht dieſes Diebſtahls hat ſich auf euch geworfen und alle Umſtaͤnde, ſelbſt eure eigenen Ausſagen zeugen gegen euch. Wollt ihr nun nicht ſofort durch Gensdarmen ins Gefaͤngniß abge⸗ fuͤhrt werden, ſo bekennet unumwunden die Quelle des Geldes, das die Leute in den Haͤnden eurer Frau geſehen haben.

Der Schornſteinfeger ſah dem Richter wie betaͤubt in die Augen, worauf dieſer ihn fragte:

Alſo ihr geſtehet, daß ihr ſchuldig ſeid und den Diebſtahl begangen habt?

Nein, nein, ich nicht!..

Wie wollt ihr es dann erklaͤren, daß ihr waͤhrend derſelben Nacht die Nachbarn durch den Huͤlferuf: Feuer, Feuer, aus ihrer Nachtruhe geſtoͤrt habt? War es nicht, um ſie glauben zu machen, daß ihr jene Nacht in eurem Hauſe zugebracht habet, und ſo allen

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