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ihm beſtimmten Stuhl fuͤhren mußte. Er war todtenblaß und ſchien die erſten Fragen des Richters nicht zu hoͤren.
Man ließ ihm eine kleine Weile, um ſich zu ſammeln, und unter⸗ deſſen wechſelten die Unterſuchungsrichter Blicke untereinander, als haͤtte ihnen der Schrecken des Verdaͤchtigten die Ueberzeugung beige⸗ bracht, daß der wahre Schuldige vor ihnen ſtaͤnde.
Was aber dem Schornſteinfeger am meiſten die Faſſung benahm, war der Anblick ſeiner Frau, die ſich ſcheinbar ganz kaltbluͤtig ge⸗ bahrte, aber doch einen feſten durchdringenden Blick auf ihn heftete.
Baes Smet hatte ſich vorgenommen, die Wahrheit dennoch zu geſtehen; aber nunmehr, unter der Zaubermacht des durchbohrenden Blicks ſeiner Frau, ſank ihm der Muth ganz und gar.
—„Nun antwortet mir,“ ſprach der Richter zu ihm:„woher habt ihr das Geld, das ſo urploͤtzlich in euern Beſitz gekommen iſt?“
—„Meine Frau... meine Frau hat es geerbt,“ ſtammelte der Schornſteinfeger.
—„Von ihrer Tante in Holland, nicht wahr?“
—„Ich glaube...“
Frau Smet wurde blau vor der verbiſſenen Wuth, die ſie bei dieſer Antwort faßte. Sie ſuchte vergeblich, ſich Gewalt anzuthun, um zu ſchweigen. Es war ihr unmoͤglich und mit heiſerer Stimme fiel ſte aus:
—„Schafskopf! Was ſchwatzeſt du da?... Meine Herren, es ſieht bei ihm nicht ganz richtig aus im Kopfe; ein ſechsjaͤhriges Kind hat mehr Verſtand als er. Es iſt alſo verlorene Muͤhe einen ſo un⸗ ſchuldigen Toͤlpel ins Verhoͤr zu nehmen.“
—„Gensdarm!“ befahl der Richter,„nehmt die Frau beim Arm, und auf das geringſte Wort oder Zeichen, fuͤhrt ſie hinaus!“ Frau Smet zitterte vor Zorn; aber doch wagte ſie kein Sterbens⸗
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