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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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In dieſem Stuͤbchen befanden ſich zwei oder drei Perſonen vom hoͤheren Gerichtshofe nebſt dem Polizeikommiſſar und zwei Gens⸗ darmen.

Frau Smet ſaß dem verhoͤrenden Richter gegenuͤber und laͤchelte ihm trotzig entgegen, ohne die geringſte Bewegung zu verrathen.

Ihr behauptet alſo, wiederholte der Richter,daß ihr das Geld ſchon laͤngſt im Beſitz habt und daß daſſelbe zum Nachlaß eures Vaters gehoͤrt.

Sa.,

Es iſt aber doch ſtadtkundig, daß euer Vater kein Geld hinterließ.

Das muß ich am beſten wiſſen, entgegnete kaltbluͤtig die Frau.Was er mir waͤhrend ſeiner Krankheit geſchenkt, das konnte natuͤrlich bei ſeinem Tode nicht vorgefunden werden.

Und wie hoch belief ſich die Summe, die ihr davon bis jetzt behalten habt?

Die Frau ſchien nachzurechnen.

Nun, ſprecht, wenn ihr's nicht mehr ganz genau wißt, wie viel war es ungefaͤhr?

Ich ſehe ſchon, erwiederte Frau Smet,Sie wollen mich uͤber Kleinigkeiten in Verlegenheit ſetzen, aber das geht ſo leicht nicht, meine Herrn.

Wie viel? frage ich, ſagte der Richter mit Ungeduld.

Es moͤgen wohl ein paar tauſend Gulden ſein.

Aber wie viel ſolcher Tauſende?

Das kann ich ſo genau nicht ſagen; ich habe es nirgend aufgeſchrieben.

Sind es wohl zehn Tauſend?

O, weit mehr.

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