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—„Seid ohne Sorge; den Pauw kriegen die Gensdarmen nicht in die Schlinge,“ bemerkte Jemand.„Der iſt pfiffig genug und hat ſich zeitig aus dem Staube gemacht. Ohne Zweifel iſt er ſchon uͤber der Grenze und zwar gewiß mit gefuͤllten Taſchen...“
—„Kobe, du ſpritzeſt Gift,“ rief der Arbeiter.„Vor einem Augenblick habe ich den Pauw noch am Stadtgraben geſehen, er läuft herum wie ein ſeiner Sinne beraubter Menſch.“
—„Daraus ſeht ihr eben, daß er um die Sache weiß. Wen keine Schuld druͤckt, dem braucht nicht bange zu ſein.“
—„Er ſollte alſo wohl Spaͤße machen, waͤhrend die Gens⸗ darmen ſeine Eltern ins Gefaͤngniß ſchleppen?“
Niemand ſchien an der Richtigkeit der gegen Smet erhobenen Anklage zu zweifeln; ja die meiſten empfanden eine geheime Freude uͤber die Schande, womit ſeine hochmuͤthige Frau nunmehr belegt worden.
Wohl gab es mehrere, die aufrichtiges Mitleid mit dem Schorn⸗ ſteinfeger und ſeinem Sohne hegten, und die ſich von der Moͤglichkeit einer ſo verbrecheriſchen Handlung von Seiten ſo gemuͤthlich⸗ heiterer Menſchen nicht uͤberzeugen konnten. Hans⸗Spaß und Pauwken⸗Froh⸗ muth, die ſich ſtets vertrauensvoll auf Gottes Gnade verließen, ſollten aus ſchnoͤder Goldgier einen ſchaͤndlichen Frevel begangen haben?
Aber ſo ſehr ſich das Gemuͤth dieſer wohlgeſinnten Freunde auch ſtraͤubte, der Anblick des Gensdarmen, der vor Smets Hauſe Wache ſtand, draͤngte wieder jeden guͤnſtigen Zweifel zuruͤck.
Im vordern Zimmer ſeiner Wohnung ſaß der Schornſteinfeger wie zerknirſcht den Kopf auf die Haͤnde geſtuͤtzt. Ein Gerichtsdiener bewachte ihn, waͤhrend man im Hinterſtuͤbchen beſchaͤftigt war, ſeine Frau zu verhoͤren.


