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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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klatſchen und ſich gegenſeitig fragen werden, wo wir es her⸗ geholt haben.“

—„Nun, was liegt auch daran? das Geld gehoͤrt ja uns rechtmaͤßig zu; meine Ahnen wohnen wohl ſchon uͤber hundert Jahre in dieſem Hauſe, und jetzt erklaͤrt es ſich endlich, warum ſich beim ploͤtzlichen Abſterben meines Vaters kein Geld vorge⸗ funden hat. Er hatte nicht mehr die Zeit, den Ort anzuge⸗ ben, wo er es vergraben hatte. Was haͤtte es alſo auf ſich, wenn die Leute erfuͤhren, daß ich endlich zu meinem Erbtheil gelangt bin?“

—„Was es auf ſich haͤtte, Unvorſichtige? Wuͤßten die Diebe von dem Gelde, das wir verwahren, ſo wuͤrden ſie ſich bald in den Beſitz deſſelben zu ſetzen wiſſen und dabei unſer eigenes Leben nicht verſchonen.“

—„Was, das Geld hat dich ſchon zu einem Haſenfuß umgewandelt! Smet, ich erkenne dich nicht mehr...“

—„Ja, bedenke noch dazu, daß die Leute es nicht ſo ſchlechtweg auf Treu und Glauben annehmen werden, wir haͤt⸗ ten das Geld gefunden und Gott weiß, ob wir nicht gar den Polizeikommiſſaͤr auf den Hals kriegen und eines Diebſtahls verdaͤchtigt werden. Dann bringen ſie den Schatz zur Unter⸗ ſuchung nach dem Gericht, und wenn er einmal in dieſe Haͤnde gerathen, da kann einer lange warten, bis er es wieder heraus⸗ kriegt! So kaͤmen wir nicht nur um das Geld, ſondern gerie⸗ then noch obendrein in Schande und Noth.“

—„Wahrhaftig!“ ſagte nachdenklich die Frau,„ich glaube, Mann, du haſt Recht.“

„Ja, ja, liebe Treſe, ſei nur recht behutſam; laß ja Niemand von unſerem gluͤcklichen Funde was merken.“