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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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Als wir wenig beſaßen, da ſchien mir das Sparen zu nichts zu fuͤhren und ich hielt nicht viel darauf, aber jetzt iſt mir daran gelegen, daß etwas fuͤr unſere ſchlimmen Tage uͤbrig bleibe und wir nicht bei all unſerem Gelde noch in Noth und Elend gerathen, ehe wir zur ewigen Ruhe uns niederlegen.

bekommt dir nicht gut,“ ſpottete die Frau etwas verdrießlich; „du ſprichſt ja wie ein Filz und ſchneideſt Geſichter wie ein Leichenſager.“

—„Noch einmal, Treſe, gieb mir den Schluͤſſel.“

—„Den Schluͤſſel? Und muͤßt' ich Haar und Federn da⸗ bei laſſen, den Schluͤſſel geb' ich nicht aus der Hand.“

—„Willſt du mir aber auch verſprechen, nichts aus dem Kaſten ohne meine Zuſtimmung herauszunehmen?“

—„Das heißt, ich will mich wohl anheiſchig machen, das Geld nicht in den Tag hinein zu verſchleudern; aber daß ich mir eine Erlaubniß ausbitten ſoll, wenn ich mir ein neues Kleid anſchaffen und meine abgetragenen Ohrringe fuͤr beſſere austauſchen will— da laß ich mich nicht drauf ein? So lautet es nicht in unſerm Ehekontrakt. Denn wollte ich mich nach deinem Willen richten, waͤren wir am Ende noch aͤrmer als zuvor. Wenn du vom Gelde nicht mehr Genuß ziehen magſt, dann kannſt du ebenſogut einen Haufen Zehnguldenſtuͤcke an die Wand malen: der Schein bleibt derſelbe und du haſt weniger ſchwer daran zu tragen.“

„Du willſt mich auch gar nicht verſtehen, Treſe; ich meine naͤmlich, daß, wenn du auf einmal durch praͤchtige Klei⸗ der, die gar nicht zu unſerem Stande paſſen, merken aͤſſeſt, daß wir viel Geld beſitzen, die Nachbarn natuͤrlich daruͤber

lauſche tholt

—

9

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bald in iigenes umgewc ſchlechtm een das Volizelk rrddicht ſuchung gerathen kriegt!

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