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Familie und fruͤher oder ſpaͤter muß ich zu einer Erbſchaft ge⸗ langen... Dieſe Nacht noch hat es mir getraͤumt, ich haͤtte einen Klumpen Gold, groß wie unſere Thuͤrſchwelle, ge⸗ funden...“
—„Wirklich?“ rief lachend der Schornſteinfeger,„dann kannſt du gewiß ſein, daß du noch lange zu warten haſt! haͤtteſt lieber von Spinnen traͤumen ſollen, denn die bedeuten Geld...“
Ploͤtzlich ließ ſich draußen vor der Stiege ein Getoͤſe ver⸗ nehmen.
—„Was mag das ſein?“ fragte Smet horchend.
—„Nun, hoͤrſt du's nicht?“ ſpoͤttelte ſeine Frau,„die Ratzen klettern vom Boden herab, um dich recht auszulachen fuͤr den herrlichen Schmaus, den du ihnen gekocht haſt.“
„Das waͤre doch wirklich ein Wunder,“ murmelte Baes Smet;„hab' doch alle Loͤcher und Spalten mit Kalk und Glas— ſplitter zugeſtopft! Ich will einmal ſehen... Es kann hoͤch⸗ ſtens eine geweſen ſein; denn es iſt wieder alles ſtill.“
„Aber Smet,“ begann auf's Neue die Frau,„wenn wir ſo ploͤtzlich einmal reich wuͤrden, was wuͤrdeſt du an⸗ fangen?“
„Um Gottes Willen, Treſe, ſchweig doch endlich ein⸗
mal mit dieſem unausſtehlichen Liede von Erben und Reichſein. Wir ſind ja wahrhaftig nicht uͤbel daran. Schenkt uns der liebe Gott nicht taͤglich unſer Brod und mir noch obendrein
einen Schoppen Bier in heiterer Geſellſchaft von Freunden; was ſollten wir noch mehr wuͤnſchen?“
—„Nun, wenn du trotzdem unverſehens ein reicher Mann wuͤrdeſt?“


