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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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brauchſt nur zu wuͤnſchen und es ſtehet vor dir da. Ja ſo iſt es mit dir, Treſe: du haſt ein wahres Marionettenſpiel in deinem Kopfe!

Die Frau ſetzte ſich wieder und ſagte mit ernſt bedaͤchtiger

Sonderbar, wie du heute ſo feſt auftrittſt; es will mich faſt beduͤnken, als ob du dieſen Nachmittag bei unſerem Advokaten geweſen ſeieſt. Der Schelm naͤmlich, nachdem er mich zwei Jahre lang an der Naſe herumgefuͤhrt und manchen Gulden mir abgeluckſt hat, fuͤr Siegel, Papiere und Documente, und was weiß ich Alles noch, ſagt mir heute rundweg ins Geſicht, daß unſere Familie zwar groß, aber aus lauter armen Leuten beſtehe. Indem er mir den ganzen Plunder Briefe, den er in Haͤnden hatte, zuruͤckſtellte, erſuchte er mich freund⸗ lichſt, ihn fortan mit meinen Beſuchen zu verſchonen!

Nun, das heiße ich einen braven rechtlichen Advoka⸗ ten: Er haͤtte dir ja noch manchen Gulden entlocken koͤnnen, aber als ein ehrlicher Menſch will er dich nicht um dein Geld bringen und ertheilt dir lieber koſtenfrei einen guten Rath. Dergleichen Advokaten ſind duͤnn geſaͤet, wenigſtens wie mir die Leute verſichern, denn ich ſelber kann daruͤber nicht urtheilen, und wenn dieſe Herren von meinem Gelde zehren muͤßten, dann wuͤrden ſie nicht viel Butter auf ihr Brod zu ſtreichen bekommen.

Dieſes Geſpraͤch ſchien der Mutter Smet den Gram, der ſie den ganzen Tag uͤber gedruͤckt hatte, etwas benommen zu haben, und mit erleichterter Bruſt ſagte ſte:

Sag was du willſt, aber ich werde doch noch ein⸗ mal reich, ehe ich mein Haupt niederlege. Ich bin aus guter

Fanili langen einen

ſunden kannſt haͤtteſ Geld⸗ nehmer

Ratzen für de Smet; ſplitter

wit ſ fangen mal u Wir lube iinen ſollten