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„Ja, was kann ich dazu; ich kann doch nicht gegen die Ratzen der ganzen Stadt zu Felde ziehen? Dies raubſuͤchtige Vöͤlkchen iſt zu beſtaͤndig auf der Wanderſchaft und ſchleicht ruhig und ungehindert fort durch Pfuͤtzen und Ritzen; das zahlt ja keinen Miethzins, und wo es ihm einmal behagt, da laͤßt es ſich ruhig nieder. Ich habe dir aber eben eine erwiſcht, Treſe, eine kohlſchwarze mit einem Schwanz, aus dem du dir leicht ein Paar Strumpfbaͤnder haͤtteſt ſchneiden koͤnnen... Aber, Frau, es ſitzt dir heute die Haube wieder etwas ſchief auf dem Kopfe; was iſt dir abermals in die Quere gekommen? Will es denn kein Ende nehmen mit den ſauern Geſichtern?“
„Ich mache ein Geſicht, wie es mir anſteht.“
„Um ſo ſchlimmer, daß du es abſichtlich machſt. Den ganzen Tag hab' ich's gar wohl gemerkt, daß du dir einen Dorn in den Fuß getreten haſt. Ich wollte wetten, es ſpukt dir wieder im Kopfe von Advokaten, von deiner hollaͤndiſchen alten Muhme, von Erbſchaft, von Goldtoͤnnchen und anderen Luftſchloͤſſern?“
„Das ſind nicht deine Sachen. Miſch dich daher lieber nicht darein!“
—„Sieh, Treschen, laß mich dir einmal etwas ſagen: aber in vollem Ernſt, ohne Lachen.“
—„Ohne Lachen; das biſt du nicht im Stande, Spaß⸗ vogel.“
.—„O gewiß bin ich's; hoͤre nur. Wir leben nun, wenn mir recht iſt, etwa fuͤnf und zwanzig Jahre zuſammen; naͤch⸗ ſtes Jahr am heiligen Johannistage feiern wir ja unſere ſilberne Hochzeit. Die ganze Zeit hindurch haſt du mit Advokaten zu
thun gehabt, Todten⸗ und Taufſcheine zuſammengetrieben.. und Das Glück reich zu ſein. 2


