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Die Maͤdchen ſchauten alle verwundert und mit halb unter⸗ druͤcktem Laͤcheln auf den Schornſteinfeger, der ſofort weiter erzaͤhlte:—
„Und wenn ihr einander gewogen und treu bleibt in aller Ehre und Sittſamkeit, fuͤgte ſie hinzu, ſo werde ich euch alle Jahre mit meinem Beſuche erfreuen und euch allerlei Blumen ſchenken, ſo viel ihr nur wollt.“
„Wer mag wohl das geweſen ſein?“ fragte verdutzt das bleichſte der Maͤdchen.
—„Oh, Ihr kennt ſie alle recht gut,
—„Wie heißt ſie denn?“
—„Sie heißt Jungfrau Mai.“
—„Zungfer Mai. So heißt ja die Beſitzerin des Stockfiſch⸗ hauſes dort.auf⸗ dem Fiſchmarkt; aber die war's gewiß nicht.“
—.„Siehſt du nicht, daß uns der Spaßvogel alle zum Beſten haͤlt?⸗ rief Annamarie.„Er meint ganz einfach den Monat Mai.“
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lachte Pauw.
„Ganz recht; ihr habt's errathen,“ ſagte Pauw und indem
er Kaͤthchen einen der Zweige darreichte, fragte er eine andere:
„Willſt du auch einen haben, Trinchen? Sie riechen gar ſo herrlich!“
Das Maͤdchen wollte darnach greifen, aber der muthwillige Pauw gab ihr einen Patſch damit auf die Hand.
—„Wart nur, ruchloſer Kaminkratzer!“ rief Trinchen.
—„Keine Roſe ohne Dornen,“ ſcherzte Pauw.
Aber Trinchen wollte ſich nicht beſaͤnftigen, ſondern ſtand auf und ſprach mit drohender Gebaͤrde:
„Was faͤllt dir in den Sinn, du ſchwarzer Rußkopf! Meinſt du etwa, daß dir Alles erlaubt ſei, weil du dich ſo


