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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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wuͤnſcht, bezahlen, und braucht ſich an den Neid ihrer Nach⸗ barn nicht zu kehren.

Es waͤre zu verwundern, wenn du ihr nicht das Wort redeteſt, ſcherzte eine andere,iſt ſie nicht die Mutter des Pauw?

Laß dich's nicht verdrießen, ſagte Annamarie;es war von uns nicht boͤſe gemeint. Es backt jeder ſeine Kuchen, wie er ſte gern ißt, und verbrennt er ſich die Finger an der Kachel, ſo iſt's fuͤr ſeine eigene Rechnung.

Nach einer Weile fragte in freundlicher Weiſe eines der Maͤdchen:

Aber ſage doch, Kaͤthchen, ich habe geſtern im Laden etwas erzaͤhlen hoͤren, das ich nicht glauben kann. Iſt's wahr, daß du bald heiratheſt?

Erroͤthend ſtammelte Kaͤthchen:

O, die Nachbarn, wenn ſie einen Daumen breit um et⸗ was wiſſen, ſchicken ſie gleich eine ganze Elle in die Welt.

Es iſt alſo doch etwas daran?

Nein, ſage ich. Baes Smet hat nur im Scherze vor meinem Vater etwas Derartiges verlauten laſſen...

O dann iſt der Wagen ſchon mehr als halbwegs vor⸗ geſchoben. Proſit, Kaͤthchen!

Nun rief eine Andere mit veraͤchtlich geſchloſſenen Lippen:

Ei, was muß man hoͤren! Mit einem Kaminfeger? mit einem, der ſechs Tage pechſchwarz in den Straßen herunlaͤuft! Und waͤre er vom Kopf bis zum Fuße mit Gold beſchlagen, ich moͤchte nichts von ihm wiſſen.

Wenn du ihn nur kriegen koͤnnteſt, ſchmunzelte Kaͤthchen.

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Ich wuͤrde ihn doch nicht wollen, obgleich er der luſtigſte