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Das Glück reich zu sein / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von August Scheler
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s wollenes

Da hat ſie ſchon wieder ein neu

Kleid und eine doppeltgefaͤltete Fluͤgelhaube. Ach, Annamarie, geh doch mit deinem beſtaͤndigen Sti⸗

cheln! Was g und putzen,

wenn Ja, Kaͤthchen, du haſt wohl Recht, aber ſiehſt du, der

geht's uns an, wie andere Menſchen ſich kleiden

ſie es nur bezahlen?

Hochmuth, dem kann man nicht genug zu Leibe ruͤcken.

Hochmuth? Schoͤn gut; Baeſin Smet traͤgt die Naſe, als waͤre ſie die

Sie iſt ja eine ſo gute Frau.

Schweſter der Frau von Hochberg, und wenn ſie ſo in ihren Man⸗

tel eingehuͤllt

gravitaͤtiſch an uns voruͤberſchreitet, ſchaut ſte nicht

ſo veraͤchtlich auf uns herab, als waͤren wir hoͤchſtens wuͤrdig, ihr

die Schuhe zu

wichſen?

Das kommt dir nur ſo vor, Annamarie; ſei gewiß, es

verhaͤlt ſich ganz anders. Frau Smet iſt von guter Familie; 5

Tonnen Goldes beſitzt Familie iſt, ſo bleibt's einem im Blut ſitzen und

von

guter

ſte hat in Holland eine Tante, die, ich weiß nicht, wie viele

Und du verſtehſt wohl, wenn man

geht nicht leicht wieder heraus.

nicht ſagen; auch lacht ſie jedermann um ihres ihr eigener Mann zieht ſie damit auf. Ich wuͤrde ſo hoch hinaus zu wollen, wenn ich die Frau

aus, mich

ja ſchaͤmen,

Das

Ei was liegt mir an ihrer Abkunft! D will ſo viel

ſi Duͤ

uͤnkels willen

eines Schornſteinfegers hieße.

drießlich

Dieſe Ausfaͤlle wollten Kaͤthchen durchaus nicht gefallen, ver⸗ und mit Nachdruck erwiederte ſie darauf: Ich weiß nicht, was du an ihr auszuſetzen haben kannſt.

Schornſteinfegersfrau oder nicht, ſie wohnt in ihrem eigenen

Hauſe und iſt Niemand etwas ſchuldig; ſie kann, was ſie ſich

*

wünſ barn

redet Pauh

mein

geſch