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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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Wie ſchoͤn muß es jetzt im Freien ſein. Laß mich dich begleiten, ich werde auf der Straße warten und inzwiſchen den Eindruͤcken dieſes ſchoͤnen Landes bei naͤchtlicher Stille mich hingeben. Der Herr Paſtor wird es nicht uͤbel nehmen.

O ganz und gar nicht, ſagte dieſer.Meine Stunde hat ohnehin geſchlagen, und ich werde mich legen.

Kaum hatte mich der Vikar ein Paar Schußweiten durch den Feldweg gefuͤhrt, als er nach einem Haͤuschen deutete, das einſam am Rande des Baches aus den Baͤumen hervorſah.

Ich bewunderte die duͤrftige Wohnung, die ſo allein auf dem flachen Feld in der Stille der Nacht unter dem blauen Mondlicht hervorglaͤnzte und funkelte wie ein Diamant.

Es ſchien, als haͤtte die Nachtfackel droben am Himmelszelt ihren hellſten Schein auf das Haͤuschen vereinigt; ſeine kleinen Fenſterſcheiben flimmerten im bunteſten Farbenwechſel; die Wein⸗ rebe am Hintergiebel bewegte leiſe ihre kryſtallenen Blaͤtter unter dem Saͤuſeln eines kuͤhlen Windes; und die Wipfel der Baͤume, die uͤber dem Dache hervorragten, ſchwankten wie lebendiges Silber, das durch die Luft zu flattern ſchien.

Wie herrlich! rief ich aus.Das ſteht da wie hin gezaubert!

Sobald wir im Pfarrhaus zuruͤck ſind, will ich dir die Geſchichte dieſes Haͤuschens erzaͤhlen, ſagte ſchmerzlichen Tons mein Freund. Sie mag dir Stoff bieten zu einer ruͤh⸗ renden Erzaͤhlung, wofern du, wie du uͤbrigens zu thun pflegſt, die Namen der Ortſchaften und Perſonen ſo veraͤnderſt, daß man ſie nicht wieder erkennt... Dieß Haͤuschen, Freund Heinrich, das du hier mit ſo viel Entzuͤcken vor dir ſiehſt,... vor drei Tagen noch wohnte darin ein Maͤdchen, das nur von Gluͤck⸗