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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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unſerer gemeinſchaftlichen Freunde, der in der ungluͤcklichen Schlacht

bei Loͤwen*) an meiner Seite von einer Kanonenkugel getroffen worden war; redete von den Genuͤſſen und Widerwaͤrtigkeiten der ſchriftſtelleriſchen Laufbahn, von den vielfachen, im hitzigſten Streite ſich bekaͤmpfenden politiſchen Anſtchten und Beſtrebungen der Gegenwart, von der Wiedergeburt Flanderns, unſeres ſo lange verkannten Vaterlandes.

Unter dieſen traulichen Geſpraͤchen uͤber Poeſte und Dichter, uͤber die Schoͤnheiten der Natur und die Erinnerungen aus fruͤheren Jahren, ſahen wir den Abendnebel langſam am Fuße der Waͤlder ſich hoͤher und hoͤher erheben und uͤber die weite Flaͤche hin verbreiten, bis daß die Sonne tief unter den weſt⸗ lichen Horizont hinabgeſunken war.

Nach Oſten zu gluͤhte der Mond wie eine rieſenhafte Feuer⸗ kugel uͤber den Wipfeln der dunkeln Tannenbaͤume.

So kehrten wir denn zuruͤck in's Pfarrhaus, wo ich fuͤr dieſe Nacht einer liebreichen Gaſtfreundſchaft genießen ſollte.

Nach dem Abendeſſen hoͤrten wir andaͤchtig den Erzaͤhlun⸗ gen des achtzigjaͤhrigen Pfarrers zu, der uns die bunteſten Bil⸗ der aus derVerſchloſſenen Zeit*) und aus dem Bau⸗ ernkriege vorfuͤhrte. Von den grauſamen Sansculotten verfolgt, hatte er unter ſeinen bewaffneten Landsleuten eine Zuflucht ge⸗ ſucht, und war mitten unter den ſogenannten Brigands bis zu

*) Im Jahr 1831 zwiſchen Belgiern und Hollaͤndern.

**) DieVerſchloſſene Zeit heißt der Zeitraum unſerer Geſchichte, wo die franzoͤſiſche Republik die Kirchen hatte ſchließen laſſen, weil die Geiſtlichen den Verfaſſungseid verweigert hatten. Man taufte und pre⸗ digte daher in Kellern, Staͤllen, Waͤldern und andern Verſtecken. Anm. d. Verf.