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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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Eine Vorrede zum Schluß.

An einem der letzten ſchoͤnen Tage des Oktober es war im Jahr 1851 ſtreifte ich, von einer herrlichen Herbſtſonne verlockt, durch die Kempen nach dem Hageland hinab. Dort wohnte in einem Dorfe, mitten in jenem Eiſenſteingrunde, einer meiner alten Schulfreunde als Vikar.

Er hatte mir laͤngſt bei irgend einem Anlaß, in einem Briefe, eine ſo anziehend poetiſche Schilderung von den Umgebungen ſeines Dorfes gemacht, daß ich der Verſuchung nicht mehr widerſtehen konnte, ſeiner Einladung zu folgen und ihn zu be⸗ ſuchen.

So befand ich mich denn in jenem reizenden Lande, mit ſeinem ſo mannichfaltigen Wechſel von Hebungen und Senkun⸗ gen, als haͤtten ſich einſt, waͤhrend eines Sturmes, die Wogen der ungeſtuͤmen See ploͤtzlich verſteinert.

Ich hatte mit meinem Freunde, dem Vikar, die Umgegend in die Kreuz und Quere durchſtreift, und ſelbſt am Fuße des ſteinernen Kreuzes einige Augenblicke ausgeruht.

Wir plauderten gemuͤthlich von der Jugendzeit. Er erzaͤhlte mir von ſeinen Studien im Seminar, und von den Kaͤmpfen, die er mit ſeinem Innern zu beſtehen gehabt, um endlich den Entſchluß zu faſſen, dem geiſtlichen Stande ſich zu widmen, von dem Frieden, den ſein Sieg uͤber die Lockungen der Welt in ſeiner Seele erzeugt, und dem gluͤcklichen Stillleben, deſſen er nunmehr genieße.

Meinerſeits ſtellte ich ihm die Unannehmlichkeiten des Sol⸗ datenlebens vor Augen; berichtete ihm uͤber das Ende eines