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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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Gemuͤthe zog.

Sohne:

als du glaubſt.“

Wenn ſie auch zuweilen beim Anſchauen ihres untroͤſtlichen Sohnes mitleidsvoll den Kopf ſchuͤttelte, ſo ſchwebte doch immer noch ein leichtes Laͤcheln um ihre Lippen, und man ſah es ihr an, daß ſie den Verdruß deſſelben nicht ſo gar tief ſich zu

Als der Kaffee eingeſchenkt war, ſetzte ſie die Kanne auf die heiße Aſche, ruͤckte einen Stuhl an den Spinnrocken und ließ emſig den Flachs durch ihre Finger gleiten. Geſchnurre der Spindel ſprach ſie in troͤſtender Weiſe zu ihrem

Unter dem

—„Lukas, du ſttzeſt da, wie einer, der etwas Boͤſes auf dem Gewiſſen traͤgt. Schlag' dir doch einmal dieſe duͤſtern Ge⸗ danken aus dem Kopfe: die Sache iſt am Ende nicht ſo ſchlimm,

—„So ſchlimm nicht?“ antwortete der junge Bauer, ohne ſich umzudrehen.„Warum mußten wir aber auch geſtern ſo froͤhlich hier beiſammen ſitzen; warum mußtet ihr mich vor lau⸗ ter angenehmen Dingen faſt verruͤckt machen? Habt ihr denn ſchon vergeſſen, wie ihr dort in dem Kaſten Alles zuſammen⸗ gelegt, was ihr Clara zum Brautgeſchenk geben wolltet? Ja,

Mutter, ich war ſo gluͤcklich— ſo gluͤcklich... ich ſah die fernſte Zukunft ſo heiter, ſo himmliſch ſchoͤn vor mir ausge⸗ breitet... Und habt ihr nicht ſelber euch die Thraͤnen aus

den Augen gewiſcht, als ihr uns alle ſo voll Entzuͤcken ſahet? — Und der Vater, der mir ſchon ſeine Lehren gab, wie man es angreifen muͤſſe, um ein tuͤchtiger Bauer zu werden. Und 4 Clara, die gute Clara! Als ich ihr ſagte, daß ihr fuͤr ſie eine ſorgſame Mutter ſein wuͤrdet, lief ihr das Herz uͤber; ſie brach in Thraͤnen aus und war faſt außer ſich vor wonniger

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