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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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Auspfän⸗

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dung noch abzuwenden vermag... Waͤre dieſe jedoch ſchon voll⸗ zogen, niemals wuͤrde ich meine Zuſtimmung dazu geben!“

„Weg, aus meinen Augen, ſag' ich euch!“ donnerte Staers.„Ihr lauſiger Geizhals, laßt es euch nicht wieder in den Sinn kommen, je wieder den Fuß uͤber meine Schwelle zu ſetzen!“

Er drohte dem Greis mit erhobenem Arm, waͤhrend tiefbetruͤbt nach der Thuͤre zu ſchritt, aber nicht ohne ſich die lederne Schnur ſeines Stockes um die Hand zu winden, um zu etwaiger Selbſtvertheidigung bereit zu ſein.

Als er ſah, daß Jan Staers, unter Ausſprechen allerlei gemeiner Scheltworte ſtehen blieb, ſagte der alte Torfs mit beißendem Tone:

„Eure Drohungen machen mir keine Angſt; aber ihr ſeid in eurem Hauſe und ich will euch nicht wider Willen be⸗ laſtigen. Doch muß ich euch zu guter Letzt noch einige Worte ſagen, ihr moͤgt ſie aufnehmen, wie ihr wollt. Jan Staers, ihr ſeid ein Vater ohne Herz; ihr habt das Erbtheil eures Kindes ſchuldvoller Weiſe vergeudet und vertrunken; ihr ſeid

arm und der Bettelſack wartet eurer... und dieſe Schande, dieſes Elend, das ihr allein verdient habt, wollt ihr auch eurer unſchuldigen Tochter aufbuͤrden— bis daß endlich ihr dem

Trunke erlieget oder ſie ſelber vor Verdruß und Kummer von dieſer Lebenslaſt erloͤft wird. Euch beide zu retten, war ich hergekommen; zwanzig Jahre meines Arbeitsſchweißes gaͤbe ich darum, um eure Tochter gluͤcklich zu machen; ihr hingegen zer⸗ truͤmmert ſelbſtſuͤchtig und hochmuͤthig ihre Zukunft und ihr Leben... Denket doch, daß droben ein Gott wohnet, der euch. einſt zur Strafe ziehen, der einſt vor ſeinem furchtbaren Ge⸗