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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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Geſicht, und indem er die leuchtenden Augen auf die Thuͤre ſeiner Schlafkammer heftete, rief er wie wahnſinnig: „Ha, ha, Verſtand, Geiſtesklarheit, Koͤrperkraft, Her⸗

d 1 zensmuth, dort Hinter der Thüre mag ich ſie holen! Dort -, als winkt mir ein Flaͤſchchen! Meine Vernunft, meine Seele hab 4 beträͤcht⸗ ich dem Teufel des Trunkes uͤberliefert; er allein kann ſte mir ite er ſich wieder fuͤr einen Augenblick zuruͤckſchenken! Ich muß, muß ſie verrechnet haben. Rath, Rath brauche ich... ja, fuͤr das letzte Mal... Haare zer⸗ noch einen Zug!“ Mit dieſen Worten ſprang er in die Kammer hinein. Eine Wo ſind lange Weile war Alles todtenſtill auf dem Hofe, nur der gluch⸗ ze gemacht zende Schall der aus der Flaſche gegoſſenen Fluͤſſigkeit toͤnte , do ür in kurzen Zwiſchenraͤumen in das groͤßere Zimmer herein. Als nun Jan Staers endlich wieder zum Vorſchein kam,

keit dazu 4 war er nicht mehr zu erkennen. Sein Antlitz ſtrahlte von Hei⸗

terkeit, ſeine Augen waren hell und weit geoͤffnet, ſein Kopf ſaß feſt auf den Schultern. Er zitterte nicht mehr und ein waͤr⸗ meres Blut faͤrbte ſeine Wangen. Alle ſeine Bewegungen zeug⸗ ten von Erleichterung, von Muth und Kraft.

Indem er an den Tiſch trat, ſagte er ſpoͤttiſch:

agen, wie kann bet⸗ baͤrmlicher t werden?

5 als„Die neidiſchen Troͤpfe, ſchon hofften ſie, daß es aus

dr ſei mit Jan Staers; die Lumpen, ſie ſchlugen frohlockend in

n Zinmet die Haͤnde, ihn vom ſteinernen Hofe auf die Straße geſetzt zu ſie blu⸗ ſehen! Aber es iſt noch nicht zu Ende mit mir... Brr, Gift ind heulte ſei's, ſchwatzen die Dummkoͤpfe? Ja wohl, Gift, aber ein ſuͤßes, gewaltſa⸗ das mir wie ein lebendiges Feuer durch die Adern rinnt.“ bgemattet,„Ja, jetzt habe ich wieder Verſtand; jetzt iſt es mir 1 arer Zug klar und hell im Gehirn. Aber, ſchnell zur That. Die Flaſche

terte ſein iſt leer, und ich habe vielleicht des Guten zu viel gethan! Nun