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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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—„O Vater,“ bat das Mauͤdchen unter Thraͤnen,„ich beſchwoͤre euch; ſeid nicht ſo barſch gegen Paͤchter Torfs. Hoͤrt ihn doch nur erſt freundlich an; was er euch zu ſagen hat, wird euch gewiß Freude machen.“

„So hoͤre nur auf mit dem Gekreiſch. Ich will ihn anhoͤren, und muͤßte ich in meinem Zorn auch erſticken!“

—„Nein nein, lieber Vater,“ mit Freundſchaft und Sanftmuth.“

Jan Staers verfiel alsbald wieder in ſtummes Bruͤten; ploͤtzlich jedoch richtete er wieder den Kopf empor und ſprach mit Biſſigkeit:

—„Laß mich in Ruhe. Das Sprechen thut mir weh; entferne dich, denn deine Stimme erſchuͤttert mir das Gehirn; ich werde dich ſchon rufen, wenn ich dich brauche.“

Und als er ſah, daß ſeine Worte nur einen neuen Thraͤ⸗ nenguß bewirkten, fuͤgte er mit ſanfterem Tone hinzu:

„Nun, ich werde mir Gewalt anthun, um den Schal⸗ beißer in Geduld anzuhoͤren.“

Die arme Clara hielt ſich die Schuͤrze vor die Augen und ging zum Zimmer hinaus.

Jan Staers ſah ihr nach, bis ſie ganz aus ſeinem Geſichte verſchwunden war.

Dann ſtand er auf und that einige unſichere Schritte durch das Zimmer. Sogleich aber blieb er ſtehen, rang ſich die Arme gewaltig laͤngs des Koͤrpers, ſtampfte mit den Fuͤßen und ſchien der aͤußerſten Verzweiflung preisgegeben. 4

Er machte abermals murmelnd einige Schritte, indem er ſich dabei die Stirne rieb, als wollte er ſich mit Gewalt Dinge

ſagte Clara,„nicht ſo: