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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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—„Clara, du glaubſt wohl errathen zu haben, was mein Vater dem deinigen vortragen will? Aber, nichts weißt du und das Schoͤnſte, das Allerſchoͤnſte haſt du doch noch nicht heraus⸗ gewittert!“

„Ach guter Lukas“, bat das Mauͤdchen mit leuchtendem Auge,„ſo ſag' es mir doch. Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugethan, und ſtets nur an dein Geheimniß gedacht, und dennoch bin ich damit noch nicht ins Reine gekommen.“

„Und wenn du es gar gewußt haͤtteſt, Clara, wuͤrdeſt du noch viel weniger geſchlafen haben. Auch ich habe eine

ſchlafloſe Nacht zugebracht— gerade weil ich es wußte. Es

iſt aber auch etwas, etwas ſo..., ach ich kann's nicht ſagen, etwas ſo Herrliches, daß man vor Wonne zehn Fuß in die Hoͤhe ſpringen moͤchte. Auch habe ich dieſen Vormittag mehr Spruͤnge gemacht als an einem ganzen Kirmeßtag.“

Clara ſah ihn ſehnſuͤchtig an und ſchien ihm die Worte aus dem Munde reißen zu wollen. Da veraͤnderte er ploͤtzlich Ton und Sprache:

—„Maͤdchen, Maͤdchen, du moͤchteſt es wohl gerne wiſ⸗ ſen, nicht wahr? ich glaub's dir wohl und koͤnnteſt du's nur zur Haͤlfte errathen, mit Gewalt wuͤrdeſt du mich zum Reden zwingen: aber es darf nicht ſein. Der Vater hat es verbo⸗ ien...

„Du willſt mir's alſo nicht ſagen?“ fragte die Jung⸗ frau mit einem Anfluge drohender Ungeduld.

—„Werde nicht boͤſe, Clara; ich darf nicht. Denn ſonſt ... Glaube mir, es laͤßt mir ſelber keine Ruhe, und mich zu erleichtern habe ich geſtern Abend und dieſen Morgen, ſobald ich allein war, mehr als zwanzigmal es dir, als ob du ge⸗

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