Es war Lukas, der mit geſtrecktem Halſe und froͤhlichem
v wieder Geſichte von außen ins Zimmer herein guckte. the vor Sobald er aber das Maͤdchen anſichtig geworden, das mit gefaltenen Haͤnden zum Himmel blickte, verſchwand ploͤtzlich der
lachende Ausdruck ſeines Geſichtes und er blieb betroffen und 3 5 mit ſtiller Bewunderung, die betende Jungfrau betrachtend, ſtehen. Wie zauberiſch mußte ihre Geſtalt jetzt auf ihn wirken, da ſie, in bewußtloſer Erhebung zu Gott, den feuchten Blick gen Er hat Himmel richtete; da der Glanz einer bruͤnſtigen Andacht und
alt; dies— das milde Laͤcheln inniger Hingabe ihr feines, ſanftes Geſicht ohl heute umſtrahlte! ſ Lange noch waͤre der Juͤngling, in dieſer Betrachtung ver⸗ c fügen, ſunken, am Fenſter ſtehen geblieben; aber das Gebet des Maͤd⸗ Tode zu. chens war zu Ende und ſie hatte den Kopf wieder geneigt, 2 r Vater um ihren Gedanken aufs Neue nachzuhaͤngen. Freilic, Lukas verſchwand vom Fenſter und einen Augenblick darauf dielleich wurde Clara von einem leichten Klopfen an der Hinterthüͤre en ſollte uͤberraſcht. Sie wandte ſich um und bemerkte ihren Freund treten; Lukas, der ſie durch Zeichen bat, doch ja kein Geraͤuſch zu rfs ann machen. 1 3 über⸗ Sie ging auf ihn zu und er fragte ſie mit leiſer Stimme: T e—„Clara, iſt dein Vater ſchon auf?“ 1 rf6—„Nein, er ſchlaͤft noch?“ antwortete ſtie. ampfenge—„Du haſt ihn wirklich noch nicht gehoͤrt?“ je dir—„Nein.“ 1*—„Mein Vater hat mich hergeſchickt, um zu ſehen, ob a WMrr- er ihn ſprechen koͤnne.“ 8 Er faßte das Maͤdchen bei der Hand und indem er ſie gen.
freundlich nach der Ecke bei der Thuͤre zog, liſpelte er zu ihr:
Die Dorfplage. 3


