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Stellen ſchadhaft war— hatte man halbweißen Sand in ar⸗ tigen Ringellinien geſtreut.
Alles bekundete hier das Walten eines Weſens, das ſich angelegen ſein ließ, ſo viel als moͤglich die Spuren der ein⸗ brechenden Armuth zu verwiſchen.
Clara arbeitete ruhig fort, obgleich die vielfachen Gemuͤths⸗ bewegungen, von denen ſie hin und hergezogen war, auf ihrem Geſichte ſich abſpiegelten. Ein Laͤcheln froͤhlicher Unruhe ſpielte um ihren Mund, ihre ſchwarzen Augen leuchteten mit ſanftem Feuer, ihre Bruſt wogte in ſchnelleren Wallungen; ja es be⸗ wegten ſich ihre Lippen, als ſpraͤche ſie Worte der Ermunte⸗ rung zu ſich ſelber.— Von Zeit zu Zeit ſchaute ſie nach einer kleinen Thuͤr und horchte, ob ſich noch nichts in dieſer Rich— tung hoͤren ließe.
Nachdem ſie ſo lange ununterbrochen fortgenaͤht hatte, hob ſie den Kopf und murmelte gedankenvoll vor ſich hin:
—„Was wird der Vater fuͤr eine Freude haben! Denn ich weiß ja nun, was ihn ſeit langer Zeit ſo ungluͤcklich und truͤbſinnig macht. Aus ſeinem Hofe ſollte er vertrieben werden! Dieſe Schmach nagte ihm an der Seele und dieſen herben Ver⸗ druß zu erſticken, geſchah es, daß er... ſo verzweiflungsvoll herum ſchwaͤrmte, vom Morgen bis tief in die Nacht. Jetzt aber wird Paͤchter Torfs uns beiſtehen, uns retten; der gute Mann verſpricht, meinem Vater aus ſeiner Armuth heraus⸗ helfen und ihm ein ſtilles, ruhiges Leben verſchaffen zu wollen. Gott gebe, daß dem alſo geſchehe! vielleicht wird er noch ſo von der traurigen Plage, die auf ihm laſtet, geheilt werden koͤn⸗ nen... Aber was mochte doch Lukas mit ſeinen ſonderbaren Geberden und Anſpielungen geſtern im Sinne haben; ich werde


