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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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enſt du ſo u ihm ſel⸗

1 Nor dem Fin⸗

habe gar elbe zuſam⸗

dern herum 57

¹ nicht benseinſam

getragen?

d, wie ein ihr ſagen

7

wollte. Wenn ich ſo klagend und mit dem Kopf an ihren Hals gelehnt, Thraͤnen vergoß, da leckte mir das theure Thier ſanft die Haͤnde, um mich zu troͤſten. Mit vollem Recht nann teſt du ſte die weiße Mutter, Lukas; hat ſie uns doch lange Zeit redlich genaͤhrt und wenn Alles mangelte, mir meine Nah⸗ rung gereicht. Ja ohne ſie und ohne... ohne dich, Lukas, wuͤrde ich laͤngſt ſchon unter dem Graſe ruhen. Nie haͤtte ich mir eingebildet, daß ein Menſch fuͤr ein Thier ſolche Liebe gewinnen koͤnne, aber haͤtte ich eine Schweſter und ſie wuͤrde mir von der Seite geriſſen, ich glaube kaum, daß mich ihr Verluſt ſo tief ſchmerzen wuͤrde. Ich werde gewiß noch krank davon. Das arme, gute Thier!

Nun, iſt die Kuh geſtorben? fragte Vater Torfs.

Oh, viel ſchlimmer als das, ſeufzte Clara,dieſen Morgen hat ſie der Vater an unſern Nachbar, den Metzger Thomas, verkauft....

Unter reichlichem Thraͤnenguß fuͤgte ſie hinzu:

und ich habe ſelber ihr weißes Fell, mit Blut be⸗ fleckt, an ſeiner Thuͤre haͤngen ſehen... ja ſterben moͤchte ich vor bitterem Leid.

Dem alten Vater fingen gleichfalls die Augen an feucht zu werden und Lukas ſchluchzte laut... Alle drei weinten uͤber den Tod einer Kuh! Wunderbares Gefuͤhl der Dankbar⸗ keit, die ſich der erhaltenen Wohlthaten lebendig erinnert, ſelbſt wenn dieſe Wohlthaten von einem vernunftloſen Thiere her⸗ ruͤhrten!.

Bald jedoch ſchlug des Vaters Traurigkeit in Entruͤſtung um; er ſtampfte zornig mit den Fuͤßen und murmelte einige