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„Clara, du weinſt?“ rief er, indem er ploͤtzlich von ſeines Vaters Seite weichend, vor ſie hin ſprang.
„Faſſe dich, Liebe, es wird bald beſſer werden... du ſollſt noch gluͤckliche Tage genießen... der morgende Tag...“
Ein Blick ſeines Vaters ſchnitt ihm die Rede ab.
—„Aber ſage mir doch, Clara, warum weinſt du ſo bitterlich?“ fragte er mit ſchmerzlicher Ruͤhrung, indem ihm ſel— ber eine Thraͤne im Auge perlte, die er heimlich mit dem Fin— ger abwiſchte.
„Ach, guter Freund,“ ſeufzte Clara,„ich habe gar ſo viel Verdruß; ja, es bricht mir das Herz im Leibe zuſam⸗ men. Seit dieſem Morgen irre ich in den Waͤldern herum und beweine mein bitteres Loos. Nach Hauſe mochte ich nicht kehren, es waͤre mir dort gar zu veroͤdet und ſterbenseinſam vorgekommen.“
„Himmel, hat ſich denn ein Ungluͤck zugetragen?“ ſchrie Lukas,„Hat dein Vater...“
—„Mein Vater iſt nach der Stadt“ antwortete die Jungfrau.
—„Du machſt mir Angſt, Clara; ſprichtdoch, weshalb dieſe Thraͤnen?“
Mit erhoͤhter Traurigkeit erzaͤhlte nun das Maͤdchen:
„Ihr kennt doch, Vater Torfs, unſere Kuh— es war die letzte, die uns noch uͤbrig blieb— Lukas nannte ſie nur„das weiße Muͤtterchen“; ich hatte ſie ſelber aufgezogen und verſorgt; ſie war meine einzige Geſellſchaft, das einzige Ge⸗
ſchoͤpf auf Erden, dem ich von den Dingen erzaͤhlen konnte, die ., c. e H.. 1 mich mit Schmerz erfuͤllen. Denn ſie hatte Verſtand, wie ein
Menſch, und ſah mir an den Augen ab, was ich ihr ſagen
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