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recht von
Ernſte der Lukas be⸗ mit freund⸗
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ten Wangen nicht ſonderliche Fuͤlle verriethen, ſo hatte die Ar⸗ beit dennoch ihre Glieder feſt und ſtark gemacht. Sie trug den Kopf aufrecht und um ihren feingeſchnittenen Mund ſpielte ein Zug, den man leicht mit Hochmuth haͤtte deuten koͤnnen, waͤre nicht Jedermann im Dorfe bekannt geweſen, daß es kaum ein beſcheideneres und ſanfteres Maͤdchen geben koͤnne, als Clara. Jene zwei kleinen Falten ruͤhrten vielmehr von ihrem nachdenk⸗ lichen Weſen, von dem Bewußtſein ihres traurigen und jeder freundlicheren Ausſicht entbehrenden Schickſals.
Wenn auch ihre Kleider durch die Jahre ihre urſpruͤngliche Farbe verloren hatten und hie und da eine allzuſichtbare Naht von der Muͤhe Zeugniß ablegte, womit man ihre Erhaltung pflegte, ſo waren ſte doch rein und ſo gefaͤllig geordnet, daß das Maͤdchen faſt noch reicher gekleidet ſchien, als die uͤbrigen Bauerntoͤchter des Dorfes.
Nachdem ſie den Alten freundlich gegruͤßt hatte, nahm die⸗ ſer den Korb auf die Achſeln, ſtellte ſich zwiſchen die zwei jun⸗ gen Leute und ſo ſetzten ſie ihren Weg nach dem Dorfe fort.
Lukas fing an vom ſchoͤnen Wetter zu ſprechen, von der bevorſtehenden Wallfahrt, von der Kirmeß auf dem Kreuzberg und von allerlei luſtigen Dingen; ſtreute wohl auch einige zwei⸗ deutige Worte mitunter, die ſeinen Vater zuweilen veranlaßten, ihn unvermerkt mit dem Fuße an das gegebene Verbot zu er⸗ innern.
Clara indeß ſchien von dem munteren Geplauder unberuͤhrt; ſie ſchritt mit trauriger Miene und ſprachlos ihren Weg fort.
Sie waren etwa noch drei Schußweiten von den erſten Haͤuſern des Dorfes entfernt, als Lukas eine Frage an Clara richtete und ſie dadurch noͤthigte, ihm ihr Geſicht zuzuwenden.


