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ein Kind— aber warum er ſo guten Muthes war, das ließ er behutſamer Weiſe nicht merken.
Er nahm das Naͤdchen bei der Hand und zog es nach der Stelle, wo ſein Vater ihn ernſten Blickes uͤberwachte.
—„Ach, Clara“, rief der uͤberſelige Junge,„duͤrfte ich dir nur ſagen, was mich ſo froͤhlich macht. Der Vater aber will's nicht haben; morgen, morgen! ſagt er, ſei's Zeit genug. Einſtweilen kannſt du immerhin lachen, Clara, ſingen und guter Dinge ſein... Ich ſelber erſticke faſt vor Ungeduld, dir die Nachricht mitzutheilen; aber ich moͤchte wohl fuͤnf Franken wet⸗ ten— freilich hab' ich ſie nicht— daß du ſie von ſelbſt er— ratheſt; ach ſie iſt gar ſo herrlich; duͤrfte ich nur damit los⸗ platzen....
Der Alte war einige Schritte vorwaͤrts gegangen und fuͤhlte mit den noch ſtarken Fingern ſeinem Sohne den Puls:
—„Lukas, Lukas“ murrte er,„das iſt nicht recht von dir!“
Von dem etwas unſanften Haͤndedruck und dem Ernſte der Anrede, wie aus einem Traume herausgeriſſen, ſenkte Lukas be⸗ ſchaͤmt den Kopf; doch hob er ihn ſogleich wieder mit freund⸗ lichem Laͤcheln:
„Es war Zeit, Vater“ ſprach er leiſe;„ich kann nichts dazu, aber es wollte mir ſchon uͤber die Lippen.“
Das Maͤdchen ſchaute Beide verwundert an und ſchien neu⸗ gierig zu forſchen, was ſie wohl fuͤr ein Geheimniß vor ihr zu verbergen haben moͤchten.
Sie war ſchoͤn von Geſicht und ſchlank von Geſtalt; aber es lag etwas uͤberaus Ernſtes und Wehmuͤthiges in dem ſchmach⸗ tenden Blick ihrer ſchwarzen Augen. Wenn auch ihre gebraͤun⸗
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