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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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man vohl ilich

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Aber, Lukas, wird's bald? rief der Greis mit Un⸗ geduld;kriege ich endlich den Traum zu hoͤren? Sonſt wol⸗ len wir lieber von was Anderem reden.

Nein, nein, Vater, habt Geduld, bat der Juͤng⸗ ling,ich werde gleich Muth faſſen und mit der Sprache heraustreten. Ihr koͤnnt nur einmal boͤſe werden, und dazu

kann ich doch nichts thun.... So hoͤret denn, was ich im Traume ſah: Wir hatten acht Kuͤhe und zwei Pferde,

Land und Weide im Ueberfluß. Mich duͤnkte, ich ſei ſtark wie ein Rieſe; meine Haͤnde waren breit und ſchwer gewor⸗ den und ich fuͤhlte in mir einen ganz eigenthuͤmlichen Muth

und eine ſeltſame Kraft. Wir arbeiteten ich will ſagen, ich arbeitete... vom fruͤheſten Tageslicht an bis zur Abend⸗

daͤmmerung und fuͤhlte mich ſo uͤbergluͤcklich, daß ich wohl die Sonne an den Himmel feſtgenagelt haben wuͤrde, wenn es mir moͤglich geweſen waͤre. Alles gedieh aufs Schoͤnſte; Gottes Segen ruhte auf unſerem Hauſe; unſer Grund ſtrotzte von herrlich aufbluͤhenden Saaten. Ihr ſelbſt brauchtet nicht mehr

zu arbeiten, Vater; ihr habt ja euer gutes Theil in die⸗ ſem Leben den Spaten gefuͤhrt, nicht wahr? So betraͤcht⸗ lich auch unſer Gut war, die Arbeit war noch nicht groß ge⸗ nug fuͤr uns, fuͤr mich, will ich ſagen. Ihr, Vater,

ſaßet gemuͤthlich rauchend in der Stube oder ſpaziertet auf dem Felde herum, um mir rathend und lehrend beizuſtehen. Denn ihr habt durch lange Uebung gar manchen vortheilhaften Griff ausgefunden. Die Mutter, die wurde treulich verſorgt und liebevoll von Clara verpflegt... Ach, wir waren ſaͤmmt⸗ lich ſo froh, und Clara nicht minder; und ihr, Vater, und

die gute Mutter, ihr liebtet Clara wie euer eigenes Kind, denn Die Dorfplage. 2