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Die Dorf-Plage / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von Dr. August Scheler
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lich Unkraut iſt, muß zeitig ausgejaͤtet werden, ſonſt wird man ſeiner nicht mehr Meiſter.

Dank, Vater, fuͤr eure Guͤte, rief der Juͤngling. Jetzt aber muͤßt ihr meine Angſt und meinen Schmerz wohl begreifen. Clara von Haus und Hof gejagt, Clara, eine ir⸗ rende Bettlerin! Das kann doch nicht ſein, Vater; ich wuͤrde krank und ſchwindſuͤchtig daruͤber werden!

Nein, nein, Lukas, ſo arg iſt es noch nicht; aber immerhin verſtehe ich deinen Verdruß recht gut. Clara iſt ein gutes, fleißiges Kind; und waͤre es mir moͤglich, etwas fuͤr ſie zu thun, wuͤrde ich der Geizhals, der Haarklauber, der Schalenbeißer es nicht unterlaſſen, und ſollten auch einige Stuͤber aus der Mutter Sparhafen dazu genommen werden. Aber, wenn ich ihr Geld gaͤbe, wuͤrde es ihr Vater bald in die Hand kriegen und es insWirthshaus ſchleppen...

Ein Almoſen! ſeufzte der Juͤngling mit Ver zweiflung.

Mein Schweiß, der Schweiß deiner Mutter ſollte dazu dienen, um Branntwein zu bezahlen? Niemals!

Es bleibt noch ein anderes Mittel, Vater.

Ein anderes Mittel? Laß hoͤren.

Der Juͤngling ſchwieg und ſenkte den Blick verſchaͤmt zur Erde. Es ſchien dem Alten, als ob ſeinem Sohne die Beine ſchlotterten und er an einer heftigen Gemuͤthsbewegung litte.

Iſt denn das Mittel ſo gar ſchrecklich, mein Sohn, fragte er,daß du es nicht auszuſprechen wagſt?

Wohlan, es muß heraus! rief der junge Bauer, als haͤtte er einen verzweifelten Entſchluß gefaßt.