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ſerem Dorfe giebt, begleitete ihn auf jedem Tritt und ruͤhmte, um damit ſeine Zechfreiheit zu erkaufen, Alles, was der junge Menſch that oder ſagte. Kurz Jan Staers war allmaͤlig ein Trunkenbold geworden, ehe er ſelber, geſchweige denn ſeine El⸗ tern, es ahnte. Da ließ er ſich in eine Bekanntſchaft ein mit der Tochter aus dem blinden Pferd, einem kleinen Wirths⸗ haus, das fruͤher dort hinter dem Huͤgel ſtand. Seine Trauung geſchah an demſelben Tage, als die meinige, und es iſt jene Hochzeit die einzige Gelegenheit, bei der ich je einen andern um ſeinen Wohlſtand beneidet habe. Staers' Braut war ſchoͤn in Seide und Sammt aufgeputzt und er ſelber hatte ſich in der Stadt einen feinen Rock machen laſſen, nebſt einem Hute, der wie ein Spiegel glaͤnzte. Sie ſahen aus, als ob ſie die Herren des Dorfes waͤren, waͤhrend ich mit den Kleidern, die ich jetzt noch am Leibe habe, und meine arme Bethe, deine Mutter, mit ihrem kattunenen Mieder und ihrem geſtreiften Rocke, wie Dienſt⸗ leute des Bauern Staers daneben ausſahen. Da habe ich es unſerem Herrgott vor dem Altare gelobt, daß ich raſtlos ar⸗ beiten wuͤrde, bis meine gute Bethe auch in beſſeren Kleidern zur Kirche gehen koͤnne... und ich habe Wort gehalten.... Aber ich vergeſſe weiter fortzufahren in der Geſchichte des Jan Staers... Du magſt daraus lernen, Lukas, daß es wahr iſt, wenn es heißt: Wer einmal ein Sklave des Trunkes ge⸗ worden, hat ſeine Seele dem Teufel verkauft... Im An— fange ſeines Hausſtandes verhielt ſich Jan ziemlich anſtaͤndig und. arbeitete wohl auch zuweilen auf dem Felde und wir glaubten alle, er habe mit dem Junggeſellenleben auch ſeine ſchlimme Lebensart abgeſtreift; aber es dauerte nicht lang und man ſah ihn wieder im Wirthshaus und wenn er auch maͤßi⸗
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