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alſo
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brauche ich nicht laͤnger damit einzuhalten. Weißt du, was mir der Notar unſeres Grundbeſitzers heute geſagt hat?— Bauer Staers wird morgen oder uͤbermorgen von Gerichtsdienern vor die Thuͤre ſeines Hofes geſetzt werden!“
„Himmel! und Clara?“ rief der Junge mit ſchmerz⸗ lichem Erſtaunen.
—„Ja, Clara, die arme Clara“ verſetzte der Greis.„Sie hat freilich ſolch elendes Loos nicht verdient, aber ſie muß ihrem Vater folgen, wohin ſich dieſer auch wenden mag....“
„Bauer Staers aus ſeinem Pachte getrieben?“ wieder⸗ holte Lukas mit Zittern.„Es iſt nicht moͤglich; was kann man denn gegen ihn haben?“
—„Den vorjaͤhrigen Pachtzins iſt er noch immer ſchuldig, und wir ſind ſchon faſt im Oktober.“
„Aber er beſitzt ja ſelbſt ein huͤbſches Stuͤck Land zu eigen?“
„Zwei Jahre lang war es verpfaͤndet und iſt laͤngſt verkauft“, antwortete der Alte.
„Er iſt doch einſt reich geweſen?“
„Das gerade nicht, aber wohlhabend, und haͤtte er beſſer Haus gehalten, er waͤre am Ende auch reich geworden, denn er hat viele gute⸗Bauernjahre erlebt.“
—„Was iſt denn aus ſeiner vaͤterlichen Erbſchaft gewor⸗
den? ſo viel kann doch ein Menſch nicht vertrinken!“
—„Das ſcheint dir ſo, Lukas; aber die Kehle eines Saͤufers iſt ein bodenloſes Faß und es bedarf keiner fuͤnfzehn Jahre, um weit mehr zu verthun, als Bauer Staers je beſeſſen hat. Ich will dir nun erzaͤhlen, wie es mit ihm gegangen iſt;


