Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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nicht ſogleich e beim Wirths⸗ Gaſtfreundſchaſt agen hoffe ich ſeyn; ſteht es Unruhe, denn er Richard.

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33 bemerkt ihr Benehmen dabei beobachtete nicht zu hoffen gewagt hatte. Er hatte immer in Betreff Richards ſeine kleinen Beſorgniſſe gehabt; aber da er Iſabellens Wange weder röther noch bläſſer werden ſah, ſtiegen ſeine eige⸗ nen Hoffnungen mit bewundernswürdiger Schnelligkeit. Hätte Graf M das Weib beſſer gekannt, das er zu gewinnen wünſchte, hätte er gewußt, was ſie ſelbſt zu leiden vermochte und wie erhaben ſie über die brauſenden Gemüthsbewegungen war, die oft an den Weibern ihre reizbare Phantaſie verrathen, dann würde er in ihrem Schweigen und ihrer vollkommenen FJaſſung bei der Un⸗ ruhe der Andern kein für ihn günſtiges Zeichen erblickt haben. So aber ſah er Alles, was er zu ſehen wünſchte. Wie es ſich eigentlich mit dem Lieutenant verhielt, wird im folgenden Kapitel nachgeholt.

Drittes Kapitel.

Von jenen ſtolzen und kühnen Hoffnungen belebt, die wir oben mittheilten, hatte es ſich Richard angelegen ſeyn laſſen, keine überfluͤßige Zeit auf der Reiſe zu ver⸗ genden. Es ſah eher aus, als ſey er ein erxtra abge⸗ fertigter Kourier, als ein Mann in eigenen ordentlichen Angelegenheiten, und er hatte nach verrichtetem Geſchäfte ſchon wieder ein gutes Stück von dem Heimwege zurück⸗ gelegt, als er bei der Ankunft in Ekhults Wirthshofe die unangenehme Nachricht erhielt, daß die Standpferde ſchon abgegangen ſeyen.

Nun war unglücklicherweiſe der Umſtand vorhanden, daß Geduld nicht zu den Kardinaltugenden des Lieutenants gehörte, und bei gegenwärtigem Falle fühlte er noch einen weit geringeren Vorrath daran, als gewöhnlich. Volle vier Stunden in einem unangenehmen Wirthshauſe war⸗ ten zu müſſen, das war etwas ſo Undenkbares, daß er ſich ſchon anſchickte, mit dem Mantelſacke auf dem Rücken

Das Fideicommiß. II.