abzugehen, als der Wirth halb im Scherze ſagte:„Wenn es dem Herrn ſo entſetzlich daran gelegen iſt, vorwärts zu kommen, ſo begnügt er ſich vielleicht mit meinem Foh⸗ ken. Dann bin ich überzeugt, daß es ihm nicht an ſchnel⸗ lem Fortkommen mangeln wird.“
„Ja zum Henker, ſpannt es ein!“ rief Richard, der froh war, daß es doch einen Ausweg gab.
O nein, das wollen wir wohl bleiben laſſen!“ ver⸗ ſetzte der Wirth ernſt.„Ich muß Ihnen ſagen, daß es noch nicht ſo oft gefahren worden iſt, als daß ich es zum Ziehen zu verwenden wagte.“
„Seyd ſicher, mein Mann, ich zügle es. Ich habe ſo viele Pferde eingefahren, daß ich ſogar überzeugt bin, ich werde Euch einen Dienſt thun, wenn ich dieſes vornehme.“
„Nein, nein!“ meinte der Wirth.„Meine Haut hätte es auszubaden, wenn es durchginge und der Herr den Hals braͤche.“
Nun iſt es aber von jeher ſo geweſen, daß je mehr Widerſtand eine Sache erfährt, ſie deſto lockender wird. Vor Richards Sinnen malte ſich das Vergnügen aus, das wilde Pferd einzufahren— ſolche Thaten gehörten gerade zu ſeinen Lieblingsvergnügungen— und nachdem der Wirth Mehrere zu Zeugen aufgerufen hatte, daß er nur auf das hartnäͤckige Verlangen des Lieutenants das Pferd herausgethan habe, wurde es vorgeführt; und Ri⸗ chard fand ſchon einen unbeſchreiblichen Genuß daran, als er es beim Anſchirren tanzen und ſich bäumen ſah.
„Erinnert Euch wohl, daß ich ohne alle Schuld bin l“ waren die letzten Worte des Wirths, als der Lieutenant ſich in den Schlitten warf und die Zügel ergriff.
„Seht ſelbſt, wie gut das Pferd die Zügel kennt!" und zum Beweiſe ſeiner Geſchicklichkeit fuhr Richard mehrere Male um den großen Hof. Das feurige Thier ſchien wirklich fromm und lenklſam; und ein fröhliches Lebewohl nickend ließ es der Lieutenant jetzt durch das Garterthor fliegen und weiter ging es nun auf der wohl eingefahrenen Bahn dahin. Außer einigen muntern
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