Teil eines Werkes 
5.-letzter Theil (1844)
Entstehung
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Worten, es wird Dir dann gewiß zum größten Troſte ge⸗ reichen, wenn Du den Geliebten bei Deinem letzten Kampfe um Dich haben kannſt!

Daran zweiſle ich ſehr, erwiederte Iſabelle mit Bedacht.Die tiefe und wahre Liebe leidet am liebſten allein.

Ja in der Einbildung, aber nicht in der Wirklich⸗ keit, meinte Tante Katharine Sophie.Aber jetzt mußt Du zu Bette, mein Kins! Komm, laß mich Dir helfen!

Als Iſabelle endlich in der Stille der Nacht allein ſeyn durfte, trat ihr geiſtiges Ich vor den Richterſtuhl, wo jeder Schleier fällt. Tief war der Seufzer, demüthig das Gebet, heiß die Thräne, die langſam über ihre Hand rollte. Aber weder Seufzer, noch Gebet noch Thräne hemmte die unruhige Bewegung, die ſie bisweilen in der Einſamkeit heimſuchte. Dieſe unruhige Bewegung ent⸗ ſprang aus einem Iſabellen ſonſt fremden Gefühl, näm⸗ lich der Reue. Obwohl es ſcheinen konnte, als laſſe ſie ſich oft von der Laune des Moments leiten, ſo war dieß doch ſelten der Fall: denn auch bei ihren Launen hatte ſie eine beſtimmte Abſicht und Willen. Aber einmal und das war es, wos ſie bereute hatte die Macht des Augenblicks ſie zu einer Handlung verleitet, die ſie un⸗ geſchehen wünſchte, nämlich zu jenem ſchnell gefaßten Entſchluß, Richard einen Grad des Vertrauens zu ſchen⸗ ken, der vielleicht nicht nur überflüſſig geweſen war, ſondern ſogar unangenehme Folgen haben konnte. Sie forſchte in ihrem Herzen nach der Veranlaſſung jener Schwachheit; denn in dieſer Schwachheit ſelbſt, womit ſie Richards Gefühlen zuvorkam, lag eine gewiſſe Theil⸗ nahme, die ſie gegenüber von den Empfindungen eines Andern nicht gezeigt hätte. Alles das beunruhigte ſie,

und erzeugte einen Zuſtand der Unzufriedenheit mit ſich

ſelbſt; vielleicht fühlte ſich auch ihr Stolz etwas dadurch verletzt, daß ſie einer unbedachten Handlung die bittere Ueberzeugung zu danken hatte, daß es einen halben Ver⸗ trauten ihres Geheimniſſes gab. Und doch mußte ſie,

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